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Aktuelles

10. September 2015

Kirchenleitung veranlasst Kanzelabkündigung

Projekte-Fonds für laufende Maßnahmen um 100.000 Euro aufgestockt

Bild: Erstaufnahmelager als Auffangstelle für die Geflüchteten

DRESDEN – Die Kirchenleitung der sächsischen Landeskirche hat auf ihrer letzten Sitzung am 7. September 2015 eine Kanzelabkündigung für den nächsten Sonntag, 13. September, verfasst, in der die sächsischen Gemeinden gebeten werden, bei der Hilfe und Begleitung geflüchteter Menschen nicht nachzulassen.
Ebenfalls für den Sonntagsgottesdienst ist den Kirchgemeinden ein Fürbitten-Gebet vorgeschlagen worden, dass ebenfalls auf die aktuelle Situation bezogen ist und die Geflüchteten, aber auch die Menschen vor Ort, die Helfer, die politisch Verantwortlichen und die Polizisten ins Gebet einschließt.

In diesem Gottesdienst wird die Landeskollekte für die „Ausländer-, Flüchtlings- und Aussiedlerarbeit der Landeskirche“ gesammelt. Aufgrund des bereits ausgeschöpften ‚Projektfonds Flüchtlingshilfe‘ im Umfang von 400.000 Euro wird angesichts der aktuellen Herausforderungen und für die Absicherung der Arbeit der Fonds um 100.000 Euro aufgestockt. In den Projekten, die dem Miteinander und der Integration dienen, engagieren sich immer stärker Gemeindeglieder und Gruppen für die in Sachsen lebenden Ausländer.

Bild: Kanzel und Gottesdienstbesucher

In der Kanzelabkündigung wird jenen gedankt, die vor Ort praktische Hilfe für Geflüchtete leisten und ihre Kraft, ihre Zeit und ihr Engagement zur Verfügung stellten. Neben der Bitte, im Engagement für die Menschen in Not nicht nachzulassen und die örtlichen Verantwortlichen für die Flüchtlingshilfe zu unterstützen, sollten Christen auch im Gespräch bleiben mit den Menschen, die anderer Meinung sind. Für „kluge Entscheidungen“ der Politiker und deren Akzeptanz in der Bevölkerung solle gebetet werden.

Eine Kanzelabkündigung ist eine besondere Ansprache an die christliche Gemeinde zu herausfordernden Ereignissen in Kirche und Gesellschaft. Die letzte Kanzelabkündigung hatte einen Aufruf von Landesbischof Jochen Bohl zur Hilfe aus Anlass des Juni-Hochwassers 2013 zum Inhalt. Damals wurde zu einer Sonderkollekte aufgerufen.

‚Flüchtlinge willkommen heißen‘

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