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Aktuelles

21. April 2016 - ZWICKAU

Zwickau mit dem Titel „Reformationsstadt Europas“

Ökum. Vesper, Vortrag von Botschafterin Annette Schavan und Titelvergabe

Bild: St. Katharinenkirche in Zwickau
St. Katharinenkirche

ZWICKAU – Zwickau bekommt den Titel „Reformationsstadt Europas“. Die Übergabe erfolgt am heutigen Donnerstagabend, 21. April, in der Zwickauer Katharinenkirche durch den lutherischen Bischof Michael Bünker aus Wien. Er ist Generalsekretär der ‚Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa‘ (GEKE), die bereits 50 Städte in 13 Ländern ernannt hat, darunter mit Bernburg/Saale, Eisenach, Schmalkalden, Torgau, Wittenberg und Zwickau sechs Städte in Mitteldeutschland.
Die Initiative „Reformationsstadt Europas“ zielt auf Partnerschaften zwischen Kirchen und Kommunen. Die Kooperationen umfassen die Bereiche Kunst, Kultur und Tourismus sowie Geschichte und Spiritualität. Verknüpft ist das Projekt zudem mit dem „Europäischen Stationenweg“, über den die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) europaweit 67 Orte ab November 2016 in das Reformationsjubiläum einbinden will.

Die Titelübergabe folgt einem Vortragsabend in der St. Katharinenkirche mit Annette Schavan, Deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl in Rom, um 18:00 Uhr. Sie referiert auf Einladung von Carsten Körber (MdB) und der Zwickauer Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß zum Thema „Über gemeinsame Verantwortung der Christen heute“. „Die einzige Konstante der Tradition ist der Wandel. Er verhindert den Abbruch von Tradition. Neue Wege brauchen die Antwort auf die Frage nach dem, woran wir uns gebunden fühlen, wovon wir uns provozieren lassen und wofür wir Verantwortung tragen“, so Annette Schavan.
Zunächst wird zu einer Ökumenischen Vesper um 17:00 Uhr in die benachbarte katholische St.-Johann-Nepomuk Kirche eingeladen. Die Vesper wird zusammen mit verschiedenen christlichen Gemeinden ausgestaltet.
Seitens der sächsischen Landeskirche wird Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz aus Dresden am Vortragsabend und an der Titelübergabe teilnehmen.

Bild: Blick zu Altar und Kanzel in der Katharinenkirche (Foto: Püschmann)

Die Katharinenkirche wurde erstmals 1219 urkundlich erwähnt und einst als Klosterkirche eines Nonnenkonvents der Benediktiner in unmittelbarer Nähe zur Burg Osterstein errichtet. Thomas Münzer wirkte auf Empfehlung Martin Luthers durch den Rat der Stadt Zwickau 1520 als Prediger, bevor er zu einem Führer des Bauernkriegs (1524/1525) wurde und sich mit Luther überwarf. Seit kurzem erstrahlt der wertvolle Kunigundenaltar aus der Werkstatt von Lucas Cranach d.Ä. (1472-1553) nach einer gut einjährigen Restauration und Reinigung im neuen Glanz. Auch ein auf das Werk abgestimmtes Beleuchtungskonzept unterstützt eine verbesserte Betrachtung der dargestellten neutestamentlichen Szenen.

Reformationsstädte Europas

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