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Aktuelles

23. April 2016 - DRESDEN

Restaurierte Grabstelle für „The Danish Girl“ – Lili Elbe

Gemeinsamer Gang mit Ehrengästen zur wiedererrichteten Grabstelle von Lili Elbe

Bild: Begrüßung von Beatrice Teichmann, Verwaltung Johannesfriedhof, in der Feierhalle (Foto: Mira Körlin)
Seitens der Friedhofsverwaltung begrüßte Beatrice Teichmann die Besucher in der Feierhalle

DRESDEN - Die Verwaltung des Elias-, Trinitatis- und Johannisfriedhofs zu Dresden hatte am 22. April, zusammen mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und dem Lili-Elbe-Archiv zu einer Gedenkveranstaltung für Lili Elbe (1882-1931) mit anschließender Einweihung der wiedererrichteten Grabstelle in die Feierhalle des Trinitatisfriedhofs Dresden (Fiedlerstraße 1) eingeladen.

Bild: Filmproduzentin Gail Mutrux und der dänische Botschaft Friis Arne Petersen am Grab(Foto: Mira Körlin)
Dänischer Botschafter (r.)

Die Wiedererrichtung der Grabstelle von Lili Elbe wurde durch die amerikanisch-britisch-deutsche Filmproduktion „The Danish Girl“ ermöglicht. Unter den Ehrengästen am letzten Freitag befanden sich neben S.E. Friis Arne Petersen, Botschafter des Königreichs Dänemark in Deutschland, die amerikanische Filmproduzentin Gail Mutrux, sowie David Ebershoff, US-amerikanischer Autor einer Biografie über Lili Elbe. Ebershoff war bereits im September 2015 zu Besuch in Dresden.

Die amerikanische Filmproduktions- und Verleihgesellschaft Focus Features übernahm die Kosten für eine bildhauerische Neugestaltung des Grabsteines in Höhe von 4.100 Euro, damit die Grabstelle wieder aufgebaut werden kann. Deren Film „The Danish Girl“ startete am 7. Januar 2016 in den deutschen Kinos und erhielt einen Oskar für die beste weibliche Nebenrolle mit Alicia Vikander als Gerda Wegener.

Bild: Silvia Rentsch vom Verein Trans-Inter-Aktiv Mitteldeutschland e.V. bekommt von Beatrice Teichmann die Patenschaft übergeben. (Foto: Mira Körlin)
Patenschaftsübergabe von Beatrice Teichmann (l.) an den Verein

Lili Elbe (1882-1931), Hauptfigur des Films, starb in Dresden und wurde Anfang der dreißiger Jahre auf dem Dresdner Trinitatisfriedhof beigesetzt. Sie wurde sowohl mit männlichen als auch mit weiblichen Organen geboren und gilt als erster intersexueller Mensch, der sich in Berlin und Dresden einer geschlechtsangleichenden Operation unterzog. Allerdings kam es daraufhin zu Komplikationen, an deren Folge Lili Elbe verstarb und in Dresden beigesetzt wurde.

„Ich kämpfe gegen die Voreingenommenheit des Spießbürgers, der in mir ein Phänomen, eine Abnormität sucht. Wie ich jetzt bin, so bin ich eine ganz gewöhnliche Frau.“ (Lili Elbe)

Trinitatisfriedhof Dresden

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