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Aktuelles

30. August 2016

Verabschiedung des Friedens- und Versöhnungsbeauftragten

Im Mittelpunkt steht die friedenspädagogische Arbeit in Gemeinde und Schule

Bild: Porträt Johannes Neudeck
Johannes Neudeck

DRESDEN - Der bisherige Friedens- und Versöhnungsbeauftragte der sächsischen Landeskirche, Johannes Neudeck (54), wird zum 1. September 2016 Referent für Friedenspädagogik am Pädagogisch-Theologischen Zentrum der Evangelischen Landeskirche in Württemberg in Stuttgart-Birkach. Die feierliche Verabschiedung in Dresden durch Oberkirchenrat Friedemann Oehme und Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt findet im Rahmen des Ökumenischen Abendgebets am Donnerstag, 8. September, 18:00 Uhr, in der Unterkirche der Frauenkirche statt.

Zum öffentlich zugänglichen Abendgebet haben zahlreiche Kollegen, Weggefährten und Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft ihr Kommen zugesagt, die auch zum anschließenden Empfang eingeladen sind. Unter den über 80 Gästen sind Mitglieder des Bundestages und des Sächsischen Landtages, die Magdeburger Kollegin Eva Hadem, Pfarrerin und Friedensbeauftragte Ev. Kirche Mitteldeutschland, Antje Hermenau, Dresden, der Vorsitzende der EAK Deutschland, OLKR i.R. Dr. Christoph Münchow, Dresden, Michael Richter, Landesgeschäftsführer Paritätischer Sachsen, Dresden, Hartmut Steeb, Generalsekretär Ev. Allianz Deutschland, Stuttgart, u.a.

In seiner sechsjährigen Tätigkeit in Sachsen begleitete Neudeck geschäftsführend die Herausgabe einer Bildungsmappe "Friedensbildung und Friedenserziehung in Sachsen", die als Materialangebot für Schule und Gemeinde auch über Sachsen hinaus Verbreitung fand. Als berufenes Mitglied des Beirates der Frauenkirche unterstützte er die dortige internationale Friedens- und Versöhnungsarbeit und bereitete zahlreiche Veranstaltungen vor, auch in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Meißen. Er konzipierte und gestaltete die auf Jugendliche ausgerichtete PEACE-Academy an der Frauenkirche mit und begleitete die Vorbereitung der Friedensnobelpreisträgerreden an der Frauenkirche.

Bild: Johannes Neudeck und OLKR Dr. Peter Meis präsentieren die "Friedensmappe"
Präsentation der Friedensmappe - Johannes Neudeck (l.) und OLKR Dr. Peter Meis

Im Herbst 2014 wurde er in den Projektausschuss für Flüchtlingshilfe der sächsischen Landeskirche berufen, der die Projektmittelvergabe an Kirchengemeinden und -bezirke verantwortet. Außerdem arbeitete er in der sächsischen AG "Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus", im Arbeitsausschuss der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD und im Beirat für Freiwilligendienste der EKD mit.
Zukünftig führt Johannes Neudeck im Pädagogisch-Theologischen Zentrum in Württemberg seine friedenpädagogische Arbeit zu Fragen des interkulturellen und interreligiösen Miteinanders, der Gewaltprävention, theologisch begründeter Friedensarbeit in innerkirchlichen und zivilgesellschaftlichen Zusammenhängen fort.

Der 1961 in Mannheim geborene Johannes Neudeck studierte Theologie in Basel, Heidelberg und Chicago. Nach dem Dienst als Pastor in Montreux (Schweiz) war er theologischer Mitarbeiter der Geschäftsführung von CVJM-Reisen. Er arbeitete von 1993 bis 2004 in Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Er ist Gründer des Vereins "Hilfe konkret" (Mannheim), der sich in zahlreichen Projekten für Notleidende auf dem Balkan engagiert. Bis heute engagiert er sich u.a. im Aufbau eines christlich-evangelischen Gymnasiums, der Arbeit unter Roma-Familien und unter Flüchtlingen, schwerpunktmäßig entlang der Balkanroute. Im September 2004 übernahm er die Leitung des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) in Sachsen als Generalsekretär, bevor er 2010 Friedensbeauftragter wurde.

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