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Aktuelles

9. September 2016 - DRESDEN

10 Jahre Nagelkreuzzentrum "Maria am Wasser"

Pfarrerin schlägt „wanderndes Nagelkreuz“ vor, welches VersöhnerInnen ehrt

Bild: Nagelkreuz an der Wand in Hosterwitz (Foto: KG Hosterwitz)
Nagelkreuz in Hosterwitz

DRESDEN - Vor zehn Jahren, am 17. September 2006, wurde der Kirchgemeinde „Maria am Wasser“ in Dresden-Hosterwitz das Nagelkreuz von Coventry überreicht. Damit wurde die Kirche in die Internationale Nagelkreuzgemeinschaft aufgenommen, in der bereits das Dresdner Diakonissenhaus, die Kreuz- und seit 2005 auch die Frauenkirche Mitglied sind. Mit Diskussionsforen und Begegnung, Besuch des Taubblindendienstes in Radeberg und einem Festgottesdienst mit Dekan John Witcombe von der Kathedrale in Coventry begeht die Kirchgemeinde "Maria am Wasser" am kommenden Wochenende, 10./11. September, das Jubiläum.

"Wie können wir Versöhnung immer wieder neu definieren?" und "Wie können wir international voneinander lernen?" - das sind aktuelle Fragen, die die Engagierten in Hosterwitz umtreiben. "Für uns ist das Nagelkreuz auch eine Verpflichtung", sagt Pfarrerin Ulrike Birkner-Kettenacker.

Bild: Besuch der Briten in Dresden 1965 im Diakonissenhaus
Arbeitseinsatz der Briten im Dresdner Diako 1965

Ihr Vater Hans-Georg Birkner war nach dem 2. Weltkrieg Dresdens erster Stadtjugendpfarrer. Er nahm in den fünfziger Jahren Kontakt mit der Kathedrale von Coventry auf. Die Korrespondenz ist heute noch erhalten. Daraus entstanden Austausche von Jugendlichen.

Junge Briten halfen beispielsweise in den sechziger Jahren mit, das Dresdner Diakonissenkrankenhaus wieder aufzubauen. "Die ersten Gruppen übernachteten bei uns zu Hause. Das motivierte mich, englisch zu lernen", so Frau Birkner-Kettenacker, die bereits in den 1980er Jahren als Theologiestudentin in Großbritannien studieren durfte. Unter der letzten DDR-Regierung Lothar de Maiziéres war sie gar Botschafterin im Vereinigten Königreich.
Am 25. September wird Ulrike Birkner-Kettenacker aus dem jetzigen Pfarrdienst in den Ruhestand verabschiedet.

Bild:Blick auf die Kirche

In ihrer Schifferkirche „Maria am Wasser“ diskutieren am kommenden Sonnabend ab 10:00 Uhr Gäste aus Großbritannien, Polen, Vertreter der Nagelkreuzgemeinschaft wie auch Dresdnerinnen und Dresdner die Frage, was Versöhnungsarbeit heute bedeutet - auch hier in Dresden. Ulrike Birkner-Kettenacker wird ein „wanderndes Nagelkreuz“ vorschlagen, welches jährlich immer wieder neu auch an nichtkirchliche Institutionen und Engagierte verliehen wird, die sich für Versöhnung einsetzen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen besuchen Gemeindeglieder und Interessierte am Sonnabend den Taubblindendienst in Radeberg.

Am Sonntag, 11. September, um 11:00 Uhr, findet in der Schifferkirche "Maria am Wasser" ein Festgottesdienst statt. Predigen wird mit Revd. John Witcombe, Dekan an der Kathedrale Coventry. Die Kantorei "Maria am Wasser", der Elbhang-Posaunenchor und Organist Johannes Korndörfer sorgen für die musikalische Umrahmung.

Kirchgemeinde "Maria am Wasser" in Dresden-Hosterwitz

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