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Aktuelles

18. Oktober 2016

„Segnung von Paaren in Eingetragener Lebenspartnerschaft“ in Sachsen möglich

Bild: Ausschnitt Handreichung Segenshandlung

DRESDEN – Die Kirchenleitung der sächsischen Landeskirche hat auf ihrer Sitzung am 17. Oktober in Dresden beschlossen, dass Segnungen von Paaren in Eingetragener Lebenspartnerschaft im Einzelfall auch im Gottesdienst möglich sind, sofern Pfarrerinnen und Pfarrer sich hierzu bereit erklären. Die Verantwortung dafür liegt bei den Pfarrerinnen und Pfarrern. Sie haben jedoch im Vorfeld die Beratung im Kirchenvorstand zu suchen.

Wird eine Segenshandlung von Pfarrerinnen und Pfarrern verantwortet, ist sie ab Anfang nächsten Jahres nach der liturgischen Handreichung zur „Segnung von Paaren in eingetragener Lebenspartnerschaft“ zu vollziehen. Diese gottesdienstliche Segenshandlung versteht sich nicht als Trauung, sondern als Segnung von Paaren in Eingetragener Lebenspartnerschaft, die damit ihren Willen zum Ausdruck bringen, eine Partnerschaft in Verlässlichkeit, in verbindlicher Treue und Verantwortung füreinander zu begründen. Zumindest eine der Partnerinnen oder einer der Partner muss einer der Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angehören. Die Segnung wird in einem eigenen Register der Kirchgemeinde aktenkundig gemacht.

Die Handreichung wurde durch eine sechsköpfige Arbeitsgruppe der Kirchenleitung erarbeitet, die seit Oktober letzten Jahres die theologischen, rechtlichen und kirchenpolitischen Voraussetzungen für eine Segnung von Paaren in Eingetragener Lebenspartnerschaft zu prüfen hatte. In der Einleitung des Berichtes wird festgestellt, dass gegenwärtig ein gesamtkirchlicher Konsens hinsichtlich der Segnung Eingetragener Partnerschaften als öffentliche Kasualhandlung nicht möglich ist. Den unterschiedlichen Auffassungen wird aber gemäß dem Ergebnis des Gesprächsprozesses zum Schriftverständnis durch die Freigabe des Gewissens Raum gegeben und Schutz gewährt.

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