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Aktuelles

8. November 2016 - DRESDEN | LEIPZIG

Sächsische Städte laden zu Pogromgedenken ein

In Leipzig wird in einem Gottesdienst in die Thomaskirche eingeladen

Bild: Dresdner Synagoge nach der Pogromnacht
Dresdner Synagoge nach der Pogromnacht

DRESDEN / LEIPZIG - Mit mehreren Veranstaltungen erinnern sächsische Städte am Mittwoch an die Opfer der Novemberpogrome von 1938. In Dresden, Leipzig und Chemnitz sind Kranzniederlegungen, Gedenkfeiern und Gottesdienste geplant. An den Feiern beteiligen sich Mitglieder der jüdischen Gemeinden. Es wird das Kaddisch, das traditionelle Totengebet der Juden, gesprochen. Gedenkveranstaltungen gibt es zudem unter anderem in Zwickau und Görlitz.

In der sogenannten Reichspogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 brach in Deutschland ein Sturm der Gewalt über jüdische Mitbürger aus. Sie wurden aus ihren Wohnungen geprügelt und verschleppt, ihre Geschäfte und Gemeindeeinrichtungen demoliert und ausgeplündert. Fast alle Synagogen wurden in Brand gesteckt.

In Leipzig und Dresden finden zentrale Gedenkfeiern am Ort der zerstörten Synagogen statt. Dort sollen ebenfalls Kränze niedergelegt werden. Im Anschluss an die Feier wird in Leipzig zu einem Gottesdienst in die Thomaskirche eingeladen. In der Görlitzer Frauenkirche ist eine ökumenische Andacht geplant. Die Synagoge in Görlitz überstand als einzige in Sachsen die Pogrome von 1938.

Vor der Verfolgung und Ermordung durch die Nationalsozialisten lebten mehr als 20.000 Juden in Sachsen. Derzeit gehören im Freistaat rund 2.500 Menschen einer jüdischen Gemeinde an.(©epd 7.11.2016)

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