Navigation überspringen

Aktuelles

20. November 2016 - PALÄSTINA | SCHNEEBERG

Vorstandsreise zur lutherischen Kirche in Palästina

Bereits mehrfache Kontakte zwischen Schulen in Sachsen und Palästina

Bild: Pfarrer Frank Meinel, Bischof Munib Younan, Pfarrerin Elisabeth Veronika Förster-Blume (Foto: E.V. Förster-Blume)
Pfarrer Frank Meinel, Bischof Munib Younan und Pfarrerin Elisabeth Veronika Förster-Blume

PALÄSTINA - Pfarrerin Elisabeth Veronika Förster-Blume, Persönliche Referentin von Landesbischof Dr. Carsten Rentzing, und Pfarrer Frank Meinel aus Schneeberg besuchen gegenwärtig mit dem Vorstand des Berliner Jerusalemsvereins das Heilige Land. Der Jerusalemsverein, Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet und heute im Berliner Missionswerk ansässig, wurde vor über 160 Jahren durch die evangelische Kirche im Heiligen Land gegründet.

Die seitdem lebendige lutherische Kirche in Palästina, zu der rund 3.500 Mitglieder in Palästina, Israel und Jordanien gehören, engagiert sich insbesondere im Schulwesen. Ihr Bischof Munib Younan ist derzeit Präsident des Lutherischen Weltbundes und vertrat ihn beim Besuch von Papst  Franziskus vor wenigen Tagen im schwedischen Lund.

Die kleine lutherische Kirche im Heiligen Land ist bekannt als Träger von immerhin drei evangelischen Schulen in Beth Sahour, Bethlehem und Ramallah. Hinzu kommt die in deutscher Trägerschaft des Berliner Missionswerkes befindliche Schule Talitha Kumi in Beit Jala.

Begegnungen mit dem Bischof, den fünf Pfarrern und Besuche an den Schulen bestimmen das Reiseprogramm. Die Evangelischen in Palästina, die auch durch den deutschen Propst an der Erlöserkirche in Jerusalem unterstützt werden,  versuchen durch die Schulen palästinensischen Kindern und Jugendlichen eine Perspektive durch gute Bildung zu geben.

Nach wie vor ist der Nahostkonflikt für die einfachen Menschen in Palästina eine tägliche Belastung und schwierige Herausforderung.  Vielen fehlt eine ausreichende wirtschaftliche Grundlage und auch Christen verlassen das Land. Die Radikalisierung durch die islamistische Gewaltideologie insbesondere unter jungen Leuten ist nach Einschätzung der Besuchergruppe groß. Das Engagement für die christliche Bildungs- und Friedensarbeit an den evangelischen Schulen sei eine Möglichkeit, den Frieden zu fördern, so Pfarrer Meinel.

In der sächsischen Landeskirche hat sich über die Evangelische Schulstiftung, dessen Kuratorium der Schneeberger Pfarrer angehört, seit Jahren eine Tradition des Austausches und der Begegnung mit palästinensischen Christen und insbesondere mit Schülern der evangelischen Schulen entwickelt. So gab es mehrfache Kontakte von Schülern in Sachsen und der Schule in Talitha Kumi in Beit Jala.

2015 war eine Gruppe von 27 evangelischen Lehrern in Bethlehem und im August nächsten Jahres kommen auf Einladung der Evangelischen Schulstiftung zehn palästinensische Lehrer für gut 14 Tage nach Sachsen, um an evangelischen Schulen mitzuwirken und an einer pädagogischen Tagung im erzgebirgischen  Schneeberg teilzunehmen. Im Anschluss werden zum Reformationsjubiläum 2017 Stätten der Reformation besucht.(Pfarrer Frank Meinel derzeit in Bethlehem)

Schriftgrösse
[A]
[A]
[A]
Link-Tipps