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Aktuelles

27. November 2016 - DRESDEN

Angelika Behnke ist erste Frauenkirchenpfarrerin

Behnke: Nicht die Hände in den Schoss legen, sondern sehnsuchtsvoll leben

Bild: Blick in den Altarraum der Frauenkirche während der Einführungshandlung (Foto: Stiftung Frauenkirche Dresden, Fotografin ist Marlen Mieth)
Diensteinführung als Pfarrerin an der Frauenkirche (Stiftung Frauenkirche Dresden, Fotos Marlen Mieth)

DRESDEN - Mit einem festlichen Gottesdienst wurde heute am 27. November in der Dresdner Frauenkirche nicht nur der Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent gefeiert, sondern Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke in ihr Amt eingeführt. In ihrer Predigt thematisierte sie den Wert von Sicherheit, Geborgenheit und Zuversicht.

Erstmals hat die Frauenkirche Dresden eine Pfarrerin. Superintendent Christian Behr führte im Festgottesdient zum ersten Advent Angelika Behnke ein in ihren Dienst am symbolträchtigen Gotteshaus ein. Unterstützt wurde er durch den Kommendator der Brandenburgischen Provinzial-Genossenschaft des Johanniterordens, Dr. Nikolaus Würtz und Enrico Triebel als Assistenten, die beide Wegbegleiter Angelika Behnkes sind.

Bild: Blick in die vollbesetzte Frauenkirche (Foto: Stiftung Frauenkirche Dresden, Fotografin ist Marlen Mieth)

Zum Gottesdienst hatte sich eine große Festgemeinde versammelt. Bis in die vierte Empore verteilten sich die 1.550 Gottesdienstbesucher. Vertreter der Gremien der Stiftung Frauenkirche Dresden, der Fördergesellschaft und der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens waren ebenso anwesend wie Gäste aus der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sowie Familienmitglieder und Freunde Angelika Behnkes.

Die neue Frauenkirchenpfarrerin predigte zu einem Text aus dem Buch des Propheten Jeremia. Sie rief dazu auf, die Wertschätzung für Grundlegendes nicht zu verlieren. Es sei ein „unschätzbar hoher Wert, sich geborgen zu fühlen und sein Leben frei gestalten zu können“, so Behnke. Der Blick auf andere Teile der Welt zeige, dass das „sichere Wohnen“ angesichts derer, die kein Zuhause haben oder gar kein Morgen mehr erlebten, keine Selbstverständlichkeit sei. Sie ermunterte die Gemeinde, nicht die Hände in den Schoss zu legen, sondern sehnsuchtsvoll zu leben. Stärken könne dabei ein im Vertrauen auf Gott geweiteter Blick, aber auch, im Alltag inne zu halten und den Blick neu auszurichten, um eine aufrechte Lebenshaltung einzuüben.

Bild: Angelika Behnke predigt vom Kanzelplatz vor der Gemeinde (Foto: Stiftung Frauenkirche Dresden, Fotografin ist Marlen Mieth)

Mit Angelika Behnke hat die Frauenkirche Dresden nach einer zehnmonatigen Vakanz nunmehr wieder zwei Geistliche, die das vielfältige Leben des Gotteshauses gestalten. Zusammen mit Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt wird Angelika Behnke zuständig sein für den Verkündigungsdienst und die Ausgestaltung vieler geistlicher Formate der Frauenkirche ebenso wie für Amtshandlungen wie Taufen und Trauungen. Sie wird die Seelsorgearbeit leiten und begleiten, Glaubenskurse für Erwachsene gestalten und sich der Zusammenarbeit mit der Internationalen Nagelkreuzgemeinschaft und der Kathedrale von Coventry widmen. Auch die Pflege ökumenischer Kontakte und die projektbezogenen Jugendarbeit gehören zum künftigen Tätigkeitsfeld.

In den kommenden Wochen ist Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke u.a. in verschiedenen Mittags- und Abendandachten sowie im Gottesdienst am 3. Sonntag im Advent zu erleben.

Frauenkirche Dresden

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