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Aktuelles

14. Dezember 2016 - LEIPZIG

Symposium über Ostafrika-Missionar

Bruno Gutmann, 1876 in Dresden geboren, kam 1895 in das Missionsseminar

Bild: Porträt von Bruno Gutmann (Foto: LMW)
Bruno Gutmann (Quelle LMW)

LEIPZIG – Im Leipziger Missionshaus (Paul-List-Str. 19) wird in einem zweitägigen Symposium am 16./17. Dezember mit Vorträgen, Lesungen und Gesprächen an Bruno Gutmann, einem der bekanntesten Leipziger Missionare gedacht, der vor 50 Jahren starb.

Der am 17. Dezember 1966 im Alter von 90 Jahren gestorbene Missionar galt bei vielen – nicht zuletzt bei seinen Amtskollegen – als Querulant. Im Norden des heutigen Tansania wird er aber beim afrikanischen Volksstamm der Dschagga noch heute verehrt wie kaum ein anderer.

Gutmann gelang es, die indigene Kultur der Dschagga in die Verkündigung des Evangeliums zu integrieren. Seine interkulturellen und sprachwissenschaftlichen Studien waren in seiner Zeit wegweisend und sein Verhältnis zu den Menschen so beispielhaft, dass er bis heute in der Region am Fuße des Kilimanjaro liebevoll als Vater und Apostel bezeichnet wird.

Bild: Cover der Biografie über Bruno Gutmann

Das Symposium soll an das Wirken Bruno Gutmanns erinnern und es aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Dazu dienen zeitgenössische Berichte, Briefe und nicht zuletzt die Vorstellung einer Biografie von dessen Urenkel über Gutmanns Wirken in der Gegend am Kilimanjaro. 2016 jährt sich nicht nur der Todestag, sondern auch der 140. Geburtstag des Missionars Bruno Gutmann.

1902 wurde der gebürtige Dresdner (1876) von der Leipziger Mission zu seinem Dienst in Ostafrika berufen. Als Gutmann 1908 krankheitsbedingt nach Deutschland zurückkehrte, veröffentlichte er sein wichtiges Werk „Dichten und Denken der Dschagganeger: Beiträge zur ostafrikanischen Volkskunde“. Ein Jahr später kehrte er nach Masama zurück. Dort, und anschließend in der Station Old Moshi (heute Kidia), blieb er mit Unterbrechungen bis 1938. Ihm wurde jeweils die Ehrendoktorwürde der Universitäten in Erlangen und Würzburg verliehen. Gutmann starb 1966 in Ehingen am Hesselberg, Mittelfranken.
 

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