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Aktuelles

20. Dezember 2016 - ZWICKAU

Weihnachtsfeier für Wohnungslose und arme Menschen

Einladung zu Heilig Abend: „Kuchen im Glas – Freude in gestrauchelte Herzen“

Bild: Menschen an Tischen unscharf
Unschärfen des Lebens

ZWICKAU - Ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitende der Stadtmission Zwickau nehmen sich am Heiligen Abend, 24. Dezember, ab 16:00 Uhr wieder Zeit und gestalten liebevoll eine Feier für Wohnungslose, von Wohnungslosigkeit bedrohte und arme Menschen aus Zwickau im katholischen Pfarrzentrum "manufaktur". Für rund 80 Menschen kann so Weihnachten werden, die sonst kaum Herberge finden.

Bis es soweit ist, sind viele Vorbereitungen nötig. Die Feier, die bereits auf eine mehr als zwanzigjährige Tradition zurückschaut, ist ein Paradebeispiel für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit. Und dies ist kein Verdienst allein des Trägers der Veranstaltung, sondern es ist ein Verdienst aller, die daran mitwirken, und das sind sehr viele.

Allein, dass rund 30 Helferinnen und Helfer den eigenen Heiligabend anders gestalten, um dabei zu sein, begeistert die Organisatoren. Inge Weigelt, Mitarbeiterin  der Straffälligen- und Wohnungslosenhilfe der Stadtmission Zwickau, ist die diesjährige Koordinatorin der Feier und fasst zusammen:

„Die Unterstützerschaft ist ungemein groß. Neben den tatkräftig Helfenden am Abend selbst, haben es offenbar viele Menschen auf dem Herzen, denen zu geben, die arm oder benachteiligt sind. Zwei KiTas haben Leckereien gebacken, der St. Nepomuk-Kindergarten Plätzchen und die KiTa Grüner Hof Kuchen im Glas. Geldspenden erreichen uns, aber auch vieles darüber hinaus, was den Abend gelingen lässt.“

So erhalten die Organisatoren von Firmen und Privatleuten Weihnachts-Stollen, Obst, Getränke, einen stattlichen Weihnachtsbaum und Preise für das traditionelle Weihnachtsquiz. Menschen erklären sich bereit, Essen zu servieren oder den Abend musikalisch auszugestalten.

Schüler des Peter-Breuer-Gymnasiums packten Weihnachtspäckchen für Männer und Frauen. An der Einpackaktion sind Kirchgemeinden in größerem Umfang beteiligt, insbesondere auch mit Geschenken für Familien mit Kindern, denn keiner soll am Ende mit leeren Händen nach Hause gehen. Eine Reifenfirma spendet Fahrkarten für den Nahverkehr, dass alle gut an den Ort kommen und wieder zurück.

„Wenn sich dann am 24. Dezember um 16:00 Uhr die Türen zur „manufaktur“ öffnen, dann sind alle ganz aufgeregt und es leuchten die Augen unserer Gäste“, weiß Inge Weigelt aus vergangenen Jahren zu berichten. „Auch ein festliches Essen und ein Weihnachtsspiel wird es geben. Letzteres werden Mitarbeitende, Ehrenamtliche und Betroffene gemeinsam spielen, was ein gutes Sinnbild für den Geist ist, der hier weht. Für die Menschen, die wir häufig das ganze Jahr über mit unseren Beratungsangeboten begleiten, ist dieser Abend Wertschätzung, die ankommt, das ist wirklich berührend. Denn es ist für die Helfer auch ein kleines Opfer. Wir sind dankbar, dass so viele Unterstützer dieses Anliegen Jahr für Jahr mit tragen – es lohnt sich – es bringt Freude in gestrauchelte Herzen“, sagt Koordinatorin Weigelt.

Stadtmission Zwickau

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