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Aktuelles

14. März 2017 - LEIPZIG

Lesung und Vortrag zur Reformationsgeschichte

Über prägende Personen und Konfessionsbilder im Reformationsgeschehen

Bild: Buch über Philipp Melanchthon bei der EVANGELISCHE VERLAGSANSTALT Leipzig, 2010, erschienen
EVANGELISCHE VERLAGSANSTALT Leipzig, 2010

LEIPZIG - Eine biographische Skizze mit Aussprüchen und Bildern zum Reformator Philipp Melanchthon wird die Leipziger Autorin Bettine Reichelt am Mittwoch, 15. März, in der Pauluskirche in Leipzig-Grünau vorstellen. Die Buchlesung um 19:30 Uhr steht unter der Überschrift „Der Reformator Philipp Melanchthon im Spiegel der heutigen Zeit – wie kann Verständigung bei uns gelingen?“

Somit wird von der Theologin der Weggefährte Martin Luthers und Lehrer Deutschlands mit seinen pädagogischen Ansätzen in den heutigen Diskurs gebracht. Philipp Melanchthon hat die Reformation und den heutigen Zugang zur Reformation weit mehr geprägt, als das oft wahrgenommen wird. Als Systematiker hat er Luthers Positionen in ein System gebracht. Als Humanist war ihm Verständigung und ein friedliches Miteinander ein Grundanliegen.

Seiner Überzeugung nach wird der Gewalt mit Sprachfähigkeit gewehrt. Sie gehört sowohl in das Alltagsleben als auch in den Glauben. Bildung ist für ihn ein Grundprinzip reformatorischen Lebens. Im Blick auf die zahlreichen Fundamentalismen und den Abbruch des Gesprächs heute insbesondere mit Gruppen, die zu Extremen neigen oder sie offen ausleben, erhält sein Zugang zu Pädagogik und Glaube neue Brisanz.

Vortrag über „Lutherische Konfessionsbilder im 16. Jahrhundert“

Bild: Unterer Ausschnitt (Predella) des Altars in St. Wolfgang in Schneeberg, Werkstatt Lucas Cranach d.J.
Ausschnitt des monumentalen Reformationsaltars aus der Werkstatt von Lucas Cranach d.J. (1539) in der Schneeberger St. Wolfgangskirche

Dr. Doreen Zerbe aus Leipzig hält am nächsten Tag, 16. März, um 17:00 Uhr im Gemeindesaal der Nikolaikirche einen Vortrag im Rahmen einer Veranstaltung der ‚Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Kirchengeschichte‘.  

Zum Ende des 16. Jahrhunderts entstand im protestantischen Umfeld mit dem sogenannten Konfessionsbild ein neues Bildmotiv, das die Initialzündung der Konfessionsbildung, die Übergabe der Confessio auf dem Augsburger Reichstag 1530, sowie die Sakramente und kirchlichen Handlungen (Kasualien) der evangelischen Kirche anschaulich darstellte.

Das Bildmotiv bot den Gläubigen eine Orientierungshilfe und stärkte deren konfessionelle Identität. Im Vortrag der Kunsthistorikerin werden Entstehung und Wirkung dieser Bildgattung an einigen Beispielen vorgestellt.

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