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Aktuelles

14. April 2017 - DRESDEN

Mitmachaktion - "Baum der guten Wünsche"

Der Baum als Symbol für den Kreislauf des Lebens im Wachsen und Vergehen

Bild: Kinder pflanzen auf dem Neuen Annenfriedhof einen Apfelbaum (Foto: Verband der Annenfriedhöfe Dresden)

DRESDEN - In einer gemeinsamen Aktion des Verbands der Annenfriedhöfe Dresden, der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Frieden und Hoffnung und der Dauergrabpflegegesellschaft Sächsischer Friedhofsgärtner GmbH wurde am letzten Mittwoch, 12. April, der Baumbestand des Neuen Annenfriedhofs in Dresden-Löbtau um einen kleinen Apfelbaum erweitert.

Bild: Pfarrerin Gisela Merker-Manzer (l.) spricht zu den Kindern (Foto: Verband der Annenfriedhöfe Dresden)
Pfarrerin Gisela Merkel-Manzer

Der Apfelbaum hatte im vergangenen September bereits einen Auftritt beim ‚Tag des Friedhofs‘ als „Baum der guten Wünsche“. An ihm konnten die Veranstaltungsbesucher Karten mit persönlichen Wünschen für sich und die Welt aufhängen. Nun erhielt der Baum dank tatkräftiger Unterstützung durch die Junge Gemeinde der Kirchgemeinde Frieden und Hoffnung eine dauerhafte Bleibe auf dem Neuen Annenfriedhof.

Nachdem die Kinder mit elanvollen Spatenstichen den Baum gepflanzt hatten, sprachen Pfarrerin Gisela Merkel-Manzer und Gemeindepädagoge Tobias Engel mit den Kindern über den Symbolcharakter des Baumes. Damit stehe der Apfelbaum als Symbol für den Kreislauf des Lebens, also des Werdens und des Vergehens. So karg der Baum im Winter auch aussehen mag, im Frühling werde man sich über neue Blätter und Blüten freuen und im Herbst über die geernteten Früchte.

Bild: Kinder am gepflanzten Baum (Foto: Verband der Annenfriedhöfe Dresden)
Pflanzaktion mit Begießen

Eine Analogie dazu sei das Leben der Menschen im Wachsen und Vergehen, das an keinem Ort so deutlich werde wie auf einem Friedhof. Auch im Leben der Menschen wechseln kummervolle Tage immer wieder mit Tagen des Glücks.
Im christlichen Glauben gelte der Tod nicht als letzte Station eines Menschen, sondern als Basis für die Auferstehung und damit ein Jenseits bei Gott. „Eine Vorstellung, die für viele Trauernde Trost spenden kann“, weiß Pfarrerin Merkel-Manzer aus Gesprächen.

Im Anschluss wurden gemeinsam die Wünsche der Besucher vom ‚Tag des Friedhofs‘ letztes Jahr vorgelesen und alle Kinder waren eingeladen, eigene Wünsche an den Baum zu hängen. Für Friedhofsverwalterin Lara Schink und die Dauergrabpflegegesellschaft, vertreten durch Sandra Theusner und Liane Eyßer, war die Veranstaltung eine wichtige Gelegenheit auch jungen Menschen einen Bezug zum Friedhof zu geben und einen natürlichen Umgang mit dem Thema Tod zu vermitteln.

Bild: Wunschzettel und Karten am jungen Bäumchen (Foto: Verband der Annenfriedhöfe Dresden)

Obwohl der Tod zum Leben gehöre, setzten sich nach Einschätzung von Lara Schink „die Wenigsten gerne damit auseinander“. Wenn dann jedoch ein Trauerfall eintritt, seien viele Angehörige von den sich bietenden Möglichkeiten, dem Organisations- und Kostenaufwand und ihren eigenen Gefühlen überfordert. Dadurch komme es immer wieder zu unüberlegten Entscheidungen, die den eigenen Bedürfnissen der Angehörigen langfristig nicht gerecht würden, so die Friedhofsverwalterin.

Umso wichtiger sei es, sich im Vorfeld in Ruhe und ganz sachlich mit dem Tod auseinander zu setzen und ihm seinen Platz im Leben zuzugestehen.
Die „stolzen Juniorgärtner und –gärtnerinnen“ wollen sich auch in Zukunft um den Baum kümmern und ihn mit Freunden und Verwandten besuchen. Und dies ganz unbefangen, bei einem gemeinsamen Spaziergang über den Neuen Annenfriedhof.

Verband der Annenfriedhöfe Dresden

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