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Aktuelles

16. April 2017 - LEIPZIG

Ausstellung: „Luther im Disput. Leipzig und die Folgen“

Leipzig als ein Ort der Reformationsgeschichte von nationaler Bedeutung

Bild: Logo Luther Leipzig

LEIPZIG – Im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig (Altes Rathaus, Markt 1) ist jetzt bis Januar 2018 eine Sonderausstellung über die Leipziger Disputation zwischen Martin Luther und dem katholischen Theologen Johannes Eck in der damaligen Pleißenburg im Sommer 1519 zu sehen. Insbesondere stehen deren Folgen für den Verlauf des Reformationsgeschehens im Fokus der Ausstellung.

So sind weitere Themen die repressive Übergangsphase bis 1539, in der Herzog Georg die Ausbreitung der Reformation zu verhindern suchte, die Einführung der Reformation in Leipzig selbst sowie die Entwicklung bis zum Schmalkaldischen Krieg von 1547, der große politische Folgen für Sachsen und das Deutsche Reich hatte.

Die Inkunabeln aus der Sammlung des Museums wie der originale Ehering der Katharina von Bora und der silberne Lutherbecher werden ebenso wie die Tafelgemälde und Epitaphe von Lucas Cranach als zentrale Exponate der Ausstellung inszeniert.

Bild: Ausstellungsplakat mit der Dastellung des Disputes

Die Stadt Leipzig selbst ist ein Ort der Reformationsgeschichte von nationaler Bedeutung. Diese historische Zäsur ist untrennbarer Bestandteil des historischen Gedächtnisses der Stadt und erfährt im Jubiläumsjahr eine besondere Würdigung. Ihren Ausgangspunkt nahm sie 1517 in Wittenberg.

Leipzig als benachbarte Universitäts- und Buchstadt spielte dabei eine prominente Rolle. In den ersten Jahren der Reformation war Leipzig der wichtigste Druck- und Verlagsort für die Schriften Martin Luthers. Aus den Druckerpressen der Stadt traten die neuen Ideen ihre Reise in die Welt an und ebneten den Weg für den neuen Glauben.

Vom 27. Juni bis 15. Juli 1519 wurde Leipzig zum Schauplatz der Disputation zwischen dem katholischen Theologen Johannes Eck und Martin Luther. Dieser öffentlich ausgetragene Streit verschärfte die Fronten, der endgültige Bruch mit der alten Kirche zeichnete sich ab. Die Leipziger Disputation gilt als Hauptereignis der Leipziger Kirchengeschichte der Reformationszeit.

Nach einer vorübergehenden Zurückdrängung der lutherischen Lehre durch Herzog Georg (der Bärtige) kam Leipzig nach dessen Tod und der Herrschaft seines Bruders Heinrich der Fromme wieder ins Spiel, nur wenige Jahre später wurde es in den ersten Krieg zwischen den konfessionellen Lagern hineingezogen: Im Januar 1547 belagerte das Heer des Kurfürsten Johann Friedrich die stark befestigt Stadt. Wenn die Belagerer auch unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten, so hinterließen sie doch eine Spur der Verwüstung.

Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig

Begleitprogramm zur Ausstellung bis zum Sommer
  • Donnerstag, 20. April 2017, 18:00 Uhr
    Disputation in Leipzig. Die Ausstellung Luther im Disput.
    Museumsgespräch mit Ulrike Dura
     
  • Dienstag, 9. April, 18:00 Uhr
    Leipzig im Wandel? Konstanten und Brüche in der Reformation
    Vortrag mit Prof. Dr. Enno Bünz
     
  • Donnerstag. 18. Mai, 18:00 Uhr
    Der Judas von Meißen. Leipzig und der Schmalkaldische Krieg
    Museumsgespräch mit Steffen Poser
     
  • Kirchentag auf dem Weg in Leipzig
    Donnerstag, 25. Mai, Freitag, 26. Mai und Samstag, 27. Mai, jeweils 15:00 Uhr
    Luther in Leipzig. Führung durch die Ausstellung
     
  • Eintrittsfreier Mittwoch, 7. Juni, 17:00 Uhr
    Luther in Leipzig – Luther über Leipzig.
    Kostenfreie Führung mit Direktor Dr. Volker Rodekamp
     
  • Donnerstag, 15. Juni, 18:00 Uhr
    „Eine feste Burg ist unser Gott“. Fromme Komponisten und Luthers Kampflied
    Museumsgespräch mit Kerstin Sieblist
     
  • Donnerstag, 22. Juni, 17:00 Uhr
    Medienstar Luther. Führung mit Ulrike Dura
     
  • Donnerstag, 17. August, 17:00 Uhr
    Medienstar Luther. Führung mit Dr. Maike Günther
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