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Aktuelles

19. April 2017 - CHEMNITZ

„Luther und Marx“ – ein Projekt zum Reformationsjubiläum

Posaunen und Schalmeien. Im Park der OdF mit Luther und Marx am 1. Mai

Bild: Banner Luther und Marx der Veranstaltungsreihe


CHEMNITZ – Nach der Auftaktveranstaltung des Projektes „Luther und Marx“ in der Chemnitzer Stadt- und Marktkirche St. Jakobi Anfang April setzt sich die Reihe mit Beiträgen zur 4. Chemnitzer Lesenacht am 22. April im Kulturkaufhaus DAStietz fort. Zwischen 15:00 und 23:00 Uhr werden im Kontext des Projektes „Luther und Marx“ Gedanken, Worte und Werke der beiden Persönlichkeiten an unterschiedlichen Orten und zu verschiedenen Zeiten präsent, anverwandelt und diskutiert. Die musikalische Eröffnung der Lesenacht wird prägnant darauf einstimmen.

In einer musikalischen Veranstaltung am 1. Mai von 15:00 bis 17:30 Uhr erklingt im Park der Opfer des Faschismus und der Jugendkirche St. Johannis „lutherische“ und „marxistische“ Musik, gespielt von der Sächsischen Posaunenmission e.V. und dem Plauener Schalmeienorchester. Ebenso werden Worte von Martin Luther und Karl Marx vorgetragen. Noch bis zum 17. Juni stehen Lesungen, Vorlesungen an der TU Chemnitz sowie Konzerte und eine Ballettaufführung auf dem Programm.

So sind die wöchentlichen Siesta-Lesungen im Uni-Semester jeweils dienstags in der Zeit von 13:15 bis 13:30 Uhr am 2., 15., 30. Mai und am 13. Juni für Lesungen zu „Luther & Marx“ in der Buchhandlung Universitas im Mensa-Gebäude (Reichenhainerstr. 55) reserviert.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist die vierteilige Ringvorlesung. Sie beginnt am 3. Mai, um 19:30 Uhr in der TU Chemnitz mit dem Thema „Theologe, Reformator - und Revolutionär? Zum Bild Martin Luthers im populären Spielfilm“. Ralf Georg Czapla, apl. Professor am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg, widmet sich in seinem Vortrag unterschiedlichen Lutherbildern in der Kino- und TV-Geschichte. Die Vorlesungsreihe setzt sich am 17. Mai, um 19:30 Uhr in der St. Petrikirche fort. Gilles Candar, Paris, Präsident der internationalen Jean Jaurès Studiengesellschaft, referiert zum Thema „Jean Jaurès im Blick auf Luther und Marx. Von der Glaubensreform zur Sozialrevolution? Kritisches Lesen und Wiederverwendung“. Die beiden letzten Teile der Reihe finden am 31. Mai im Foyer des Opernhauses und am 14. Juni im Museum Gunzenhauser statt.

Am 17. Juni wird ab 15:00 Uhr das Chemnitzer Ballett unter der Leitung der ersten Ballettmeisterin Sabrina Sadowska einen tänzerischen Streifzug entlang Chemnitzer Denkmäler aufführen. Dabei werden im Rahmen des dritten Festivals TANZ|Moderne|TANZ kleine und große Monumente, die einen ikonischen Bezug zu Marx und Luther haben, in den Mittelpunkt gerückt.

Die große Monumentalplastik von Karl Marx prägt das Chemnitzer Innenstadtbild, aber auch Martin Luther ist in zahlreichen Kunst- und Baudenkmälern der Stadt präsent. Das Projekt „Luther und Marx“ soll die Erinnerung an diese beiden sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten vergegenwärtigen sowie zum Austausch und zur Diskussion anregen. Es wird gemeinsam vom Kirchenbezirk Chemnitz, der TU Chemnitz und den Städtischen Theatern Chemnitz veranstaltet.

In einem Podiumsgespräch zur Eröffnung der Veranstaltungsreihe diskutierten am 5. April die Organisatoren des Projektes Sabrina Sadowaska, erste Ballettmeisterin am Theater Chemnitz, Generalintendant Dr. Christoph Dittrich, Theater Chemnitz, Prof. Dr. Ulrike Brummert und Prof. Dr. Christoph Fasbender von der TU Chemnitz sowie Pfarrer Dr. Christoph Herbst, St.-Petri-Schloßkirchgemeinde Chemnitz und Studentenpfarrer an der TU Chemnitz und Pfarrer Stephan Brenner, Kirchenbezirk Chemnitz.

Luther und Marx

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