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Aktuelles

18. Mai 2017

Begegnungstag für Aussiedler beim Kirchentag auf dem Weg

Gottesdienst, Festveranstaltung und buntes Programm in Leipzigs Innenstadt

Bild: Plakat Begegnungstag für Aussiedler in Leipzig 2017

LEIPZIG – Der jährlich in einer anderen sächsischen Stadt stadtfindende Begegnungstag für Aussiedler wird dieses Jahr nicht im September, sondern im Rahmen des Kirchentags auf dem Weg am Sonnabend, 27. Mai, in Leipzig stattfinden. Unter dem diesjährigen Motto „Angekommen – Angenommen“ sind Aussiedlerinnen und Aussiedler zu einem Eröffnungsgottesdienst, einer Festveranstaltung sowie zu einem kulturellen Programm mit Aussiedlerchören und Tanzgruppen auf der Bühne am Markt der Möglichkeiten eingeladen. Der Tag beginnt mit einem Gottesdienst in der Nikolaikirche um 10:00 Uhr, in dem Landesbischof Dr. Carsten Rentzing predigen wird.

Mit dem Begegnungstag im Jahr des Reformationsjubiläums soll die Integrationsleistung der letzten Jahre gewürdigt werden. „Für die Reformatoren war es eine grundlegende Erkenntnis des Glaubens: Wir sind bei Gott angenommen, unabhängig von Leistung und Vollkommenheit, unabhängig von Herkunft und sozialem Stand. Deshalb dürfen wir als befreite Menschen fröhlich unseren Glauben leben und für unseren Nächsten da sein. Die Reformatoren wussten: Weil Gott bei uns angekommen ist, sind wir bei ihm auch angenommen“. Damit schlagen Landesbischof Dr. Rentzing zusammen mit Landesbischöfin Junkermann aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland im Vorfeld des Begegnungstages den Bogen zwischen dem Motto und den Teilnehmenden des.

Bild: Veranstaltungsorte in kleiner Ansicht

Im Festsaal des Neuen Rathauses findet zwischen 12:00 und 14.00 Uhr die zentrale Veranstaltung zur Würdigung der Integrationsleistung von Aussiedlerinnen und Aussiedlern mit Aussiedlerchören, Kabarett, Interviews, Tanz und Musik statt. Der Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Fritz Jaeckel, wird ein Grußwort halten. In kurzen Filmsequenzen und Interviews werden im Wechsel mit Musik fünf positive Integrationsbeispiele von Aussiedlern vorgestellt.

Familien mit Kindern sind ab 11:30 Uhr ins Familienzentrum des Kirchentags auf dem Weg im Grassi-Museum (Johannisplatz 5-11) zu vielfältigen Angeboten eingeladen. U.a. ist eine tamilische Tanzgruppe vom indischen Subkontinent mit Parai-Trommlern oder ein Ausflug in die Völkerkunde mit der Führung „Rundgänge in Einer Welt“ zu erleben. Am Nachmittag gibt es einen kindgemäßen Vortrag über die Entstehung der Zeitschriften unter dem Titel „Die Abrafaxe unterwegs in der Reformationszeit“.

Optisch und akustisch bunt geht es ab 12:00 Uhr auf der Bühne Salzgäßchen/Reichsstraße mit Musik und Tanz Open-Air los. Von hier aus werden auch Stadtführungen in russischer Sprache angeboten.
Um 14:00 Uhr wird zur Teilnahme an der Leipziger Kaffeetafel in der Petersstraße eingeladen, wo einige Tische von Aussiedlerinnen und Aussiedler vorbereitet werden.

Der Begegnungstag dient dem persönlichen Austausch unter den Spätaussiedlern und dem Kontakt mit den Einheimischen. Im letzten Jahr fand der Begegnungstag in Bautzen statt. Mit dieser Veranstaltung sollen sowohl die Zugezogenen willkommen geheißen und ermutigt, als auch eine breite Öffentlichkeit in Kirche und Gesellschaft über die aktuellen Aufgaben der Eingliederung in Sachsen informiert werden. Der Begegnungstag für Aussiedler findet seit 1996 (mit Ausnahme des Flutjahres 2002) jährlich in Sachsen statt. Seit dem Jahr 2013 ist auch die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland ein Kooperationspartner des Begegnungstages.

Die Zuzugszahlen sind seit einigen Jahren aufgrund veränderter Sprachanforderungen deutlich niedriger als beispielsweise in den 1990er Jahren. Sie stiegen zwar von 102 (2012) Zuzügen auf 325 (2016) in Sachsen an, aber in den ersten drei Monaten 2017 kamen lediglich 52 Personen. Die Gesamtanträge in den Herkunftsländern nach Deutschland gingen bereits von 2014 mit 30.009 über 18.011 (2015) auf 13.677 (2016) zurück. Die Veränderungen sind weiterhin kaum relevant im Vergleich zu den Zuzügen nach Sachsen in den Jahren 2004 mit 3.826 Personen oder gar 1994 mit 17.173 Spätaussiedlern aus Russland und den GUS-Nachfolgestaaten.

Begegnungstag für Aussiedler

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