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Aktuelles

10. Oktober 2017

Diakonie unterstützt Welttag der seelischen Gesundheit

Diakonie Sachsen: Offen und tolerant mit psychischen Erkrankungen umgehen!

Bild: Programm der zwei Veranstaltungen der Chemnitzer Stadtmission

CHEMNITZ | RADEBEUL - Um Offenheit und Toleranz gegenüber psychisch Erkrankten zu fördern, lädt die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle in Limbach Oberfrohna am 10. Oktober zu einem Psychosozialen Forum zum Thema „Was tut meiner Seele gut?“ und zu einem Vortrag „Achtsamkeit – Wie kümmere ich mich gut um mich selbst?“ ein. Und die Beratungsstelle in Chemnitz will am 12. Oktober nach einem Einführungsvortrag zur „Seelischen Gesundheitsförderung“ und diversen Workshops mit Menschen ins Gespräch kommen, die Betroffene, Angehörige oder Fachleute sind. „Es geht darum, mit ihnen über ihre Erfahrungen im Umgang mit psychischen Erkrankungen zu sprechen und gleichzeitig wollen wir Wege aufzeigen, mit denen der Erkrankung begegnet bzw. präventiv entgegen gewirkt werden kann“, so Roswitha Mildner, zuständige Referentin für die 18 Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen bei der Diakonie Sachsen.

Doch die Angebote richteten sich keineswegs nur an Betroffene, Angehörige und Fachleute, sondern auch an die breite Öffentlichkeit. „Psychische Störungen sind  therapierbare und gerade bei frühzeitiger Behandlung auch heilbare Erkrankungen, die jeden von uns betreffen können!“, sagt Mildner. Arbeitsverdichtung, höher werdender Stress und eine unausgeglichene work-life-balance würden psychische Erkrankungen begünstigen. Und obwohl insgesamt die Sensibilität für psychische Probleme gestiegen, und eine psychische Störung heutzutage längst kein Einzelschicksal mehr sei, würden psychisch erkrankte Menschen nach wie vor stigmatisiert. 

„Psychische Störungen sind  therapierbare und gerade bei frühzeitiger Behandlung auch heilbare Erkrankungen, die jeden von uns betreffen können!“, so Mildner. Sie verweist auf die Angebote der Kontakt- und Beratungsstellen, zu denen Menschen mit psychischen Problemen und deren Angehörige  kommen können, um weiterführende Hilfe zu vermitteln, Unterstützung im Umgang mit Behörden und Begegnungsmöglichkeiten in Kursen sowie Ausflüge und Selbsthilfegruppen anzubieten.

Hintergrund: Rund ist der exorbitante Anstieg der Fehltage wegen psychischer Erkrankungen. In Deutschland stieg er innerhalb der letzten elf Jahre um mehr als 97 Prozent. So wurden 2012 bundesweit 60 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen registriert. Damit belegen Psychische Störungen inzwischen den vierten Platz -  auch weil die Krankheitsdauer dreimal so hoch ist wie bei anderen Erkrankungen. Zudem sind psychische Erkrankungen die häufigste Ursache für Frühberentung - zwischen den Jahren 1993 und 2015 stieg der Anteil von 15,4 auf 42,9 Prozent.
WHO und Weltverband für geistige Gesundheit (WFMH) haben den Welttag der seelischen Gesundheit 1992 ins Leben gerufen. „Es gibt keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit.“ (WHO) Ziel ist, auf die Belange der Menschen mit psychischen Erkrankungen aufmerksam zu machen, Stigmatisierung abzubauen und das Bewusstsein für die Bedeutung psychischer Gesundheit zu schärfen.

Diakonie Sachsen

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