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Aktuelles

3. April 2005

Amtszeit des verstorbenen Papstes als bedeutendes Pontifikat gewürdigt

Landesbischof Jochen Bohl sieht in verstorbenen Papst einen Zeugen für das Evangelium

Erklärung des Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens zum Tod von Johannes Paul II am 2. April 2005:

> Mit Betroffenheit und Trauer nehmen wir die Nachricht auf, dass Gott, der Herr über Leben und Tod, Papst Johannes Paul II. von schweren Leiden erlöst und in seinem 84. Lebensjahr heimgerufen hat. Eines der bedeutendsten Pontifikate der römisch-katholischen Kirche findet damit sein Ende.

Johannes Paul II. gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten unserer Zeit. Nach seiner Wahl zum Papst 1978 prägte er wesentlich das politische und gesellschaftliche Geschehen in den Jahren des gesellschaftlichen Umbruchs der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit. Zu einem sehr frühen Zeitpunkt unterstützte er die ersten Bemühungen der gewerkschaftlichen Reformbewegung Solidarnosc um einen gesellschaftlichen Wandel im damaligen kommunistischen Machtbereich. Sein Besuch als Papst Johannes Paul II. in seiner polnischen Heimat 1979 wurde für viele Menschen weit über die Grenzen Polens hinaus zu einem historischen Ereignis, das Europa veränderte.
Unter dem Pontifikat Johannes Paul II. wurden wichtige Fortschritte im ökumenischen Verständigungsprozess, so die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre von 1999, erreicht. Als Befürworter eines im christlichen Geist zusammenwachsenden Europas brachte er sich in das weltpolitische Geschehen ebenso ein wie durch sein vehementes Eintreten für Frieden in den vielen Krisenregionen der Welt.

Hochachtungsvoll erinnern wir uns an das soziale Engagement von Johannes Paul II. Es war ihm immer ein besonderes Anliegen, die Schwachen zu unterstützen und die Starken an ihre Verpflichtungen zu erinnern. Die am Rande der Gesellschaft Lebenden ebenso wie die unter Gewalt leidenden Menschen ermutigte er, trotz aller Probleme der Gegenwart nicht das Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes und in eine bessere Zukunft zu verlieren.
Die weltweite Christenheit hat einen Zeugen für das Evangelium von Jesus Christus verloren. < (3.4.5)

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