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Aktuelles

15. Juni 2005

Christliche Begegnungstage in PRAG 2005 mit sächsischer Beteiligung

„Zur Hoffnung eingeladen“, so dass Motto des 6. internationalen Kirchentages

Bild: Evangelische Salvator-Kirche in Prag
Evangelische Salvatorkirche in Prag

DRESDEN / PRAG – Die Vorbereitungen zu den 6. Christlichen Begegnungstagen vom 17. bis 19. Juni 2005 in Prag sind abgeschlossen. Zum internationalen ökumenischen Kirchentag werden über 200 sächsische Gäste und Mitwirkende erwartet, darunter Landesbischof Jochen Bohl, der am 19. Juni, um 9:30 Uhr in der Salvator-Kirche der Böhmischen Brüder predigen wird. Zum internationalen Treffen haben die tschechischen Kirchen Christen benachbarter Länder und deren Kirchen eingeladen, darunter auch die sächsische Landeskirche. So werden bis zu 5.000 Teilnehmer aus Deutschland, insbesondere aus Bayern, Berlin-Brandenburg, Sachsen, aber auch aus Österreich, Polen, der Slowakei und Ungarn erwartet.

Teilnehmer aus Sachsen werden ebenfalls das Programm aus Bibelarbeiten, Gottesdiensten, Konzerten, Podiumsdiskussionen und Theateraufführungen besuchen und gestalten. 50 Prager Gemeinden beteiligen sich an den Veranstaltungen und stellen Unterkünfte zur Verfügung. Die Anreise der ausländischen Gäste erfolgt am Freitagabend, 17. Juni, wo ab 21:00 Uhr Abendandachten und weitere Programmpunkte in den Gemeinden stattfinden. Am Sonnabend um 17:00 Uhr findet die Hauptversammlung auf dem Prager Obstmarkt statt, zu der Pavel Smetana, Präsident der Christlichen Begegnungstage PRAG 2005 einlädt. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, wird zuvor um 13:30 Uhr in der Evangelischen Salvatorkirche den Hauptvortrag halten.

Der diesjährige internationale Kirchentag mit dem Titel „Zur Hoffnung eingeladen“ steht u.a. unter der Schirmherrschaft des tschechischen Kultusministers Pavel Dostál sowie des Prager Oberbürgermeisters. Die Christlichen Begegnungstag 2005 knüpfen an die Tradition von internationalen Begegnungstagen an, die nach der politischen Wende in Mitteleuropa seit 1991 bereits fünfmal stattgefunden haben – zuletzt 2002 in Görlitz. Auch Delegationen aus Ungarn und Österreich werden in diesem Jahr erwartet.
Ziel des Treffens ist es, durch den Ausbau von Beziehungen zwischen Christen über die Grenzen hinweg und mit Beiträgen zur Völkerverständigung den europäischen Einigungsprozess zu fördern. Weiterhin sollen die Begegnungstage zum gemeinsamen Glauben an Jesus Christus ermuntern und die Zusammenarbeit in den verschiedenen Bereichen geistlichen Lebens vertiefen. Um Sprachbarrieren zu reduzieren, sind Aktionen wie Ausstellungen, Konzerte, Pantomime und Tanz geplant, wo die Sprache nicht die entscheidende Rolle spielt. Texte sollen, wenn möglich, übersetzt werden.

Nach Ankunft der Teilnehmer am Freitag, den 17. Juni, wird der darauffolgende Sonnabend um 10:00 Uhr mit Bibelarbeiten an verschiedenen Orten im Stadtzentrum beginnen. Alle 13 Bibelarbeiten beziehen sich dabei auf den gleichen Bibeltext. Im Emmaus-Kloster werden unter dem Thema „Nicht nur das Wort, auch Bewegung hat ihre Sprache“ Pfarrer Friedemann Oehme und Gabriele Oehme aus Dresden Anregungen zum neutestamentlichen Text bei Philipper 3, 7-14 geben. Parallel zu den Bibelarbeiten werden Programme für Kinder und ein Pilgerweg angeboten.
Der Markt der Möglichkeiten öffnet um 11:30 Uhr auf dem Obstmarkt und am Jungmann-Platz mit Verkaufs- und Informationsständen von Kirchen, Verlagen, Organisationen, Gruppen und Vereinen. Aus Sachsen wird das Ökumenische Informationszentrum aus Dresden, das Landesjugendpfarramt und mit zwei Ständen die Diakonie vertreten sein. Auf der Schützeninsel ist ein spezielles Jugendprogramm geplant unter anderem mit Projekten der sächsischen Jugend und der Diakonie.
Ebenfalls auf dem Obstmarkt finden bis zur Hauptveranstaltung Bühnenprogramme statt, darunter eine Theateraufführung mit Mitgliedern des Martinshofs aus dem ostsächsischen Rothenburg.

Ab 14:00 Uhr beginnt die Themenarbeit zu Europa, zu Kirche und Gesellschaft. Am Podium „Festung Europa – Europa und die Armut der Welt“ in der St.-Thomas-Kirche beteiligt sich Landesbischof Jochen Bohl und zu „Mission und Evangelisation heute“ in der Ev.-Methodistischen Kirche Landesjugendpfarrer Karl Ludwig Ihmels.
Die anschließende Hauptversammlung mit biblischer Lesung und Auslegung sowie Grußworten um 17:00 Uhr auf dem Obstmarkt wird vom tschechischen Fernsehen live übertragen.
Während der Nacht der offenen Kirchen am Sonnabend ab 20:00 Uhr wird auch die Kantorei des Kirchspiels Dresden-Neustadt unter Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger in der St. Thomaskirche zu hören, sowie um 21:30 Uhr in der St.-Kliment-Kirche „Tanz und Orgel“ mit Friederike Rademann und Kirchenmusikdirektor Hans-Dieter Schöne zu erleben sein.
Die Gottesdienste zum Abschluss der Begegnungstage am Sonntag finden um 9:00, 9:30 oder 10:00 Uhr in fast allen Kirchen unterschiedlicher Konfessionen in der Stadt und dem Umland statt, darunter auch an fast 20 Orten mit ausländischen Gastpredigern.
Über das weitere Kulturprogramm dieser drei Tage und über Zeit- und Ortsangaben informiert in mehreren Sprachen ausführlich die Internet-Plattform des internationalen Kirchentages.

Die sächsische Landeskirche unterhält vielfältige Beziehungen beispielsweise zur Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in der Tschechischen Republik. So auf der Ebene von Kirchgemeinde-Kontakten, Euregionalen Kirchentagen im grenznahen Raum, Projekten der Diakonie, der Evangelischen Erwachsenenbildung bis hin zu regelmäßigen Treffen von Mitarbeitern des Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamt Sachsens mit Vertretern des Synodalrats der Böhmischen Brüder in Prag.(14.6.5)

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