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Aktuelles

1. August 2005

Landeskirche ruft zu Spenden für Hungerregion in Westafrika auf

In den Regionen des Sahel sind rund 2,5 Millionen Menschen betroffen

DRESDEN – Angesichts der Hungersnot im Niger ruft die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens zusammen mit der Diakonie Sachsens dringend zu Spenden auf. Aufgrund der alarmierenden Nachrichten aus diesem westafrikanischen Land hat das Landeskirchenamt 10.000 Euro für die Soforthilfe bereitgestellt. Mit dem Geld und weiterer Spenden wird die Diakonie Katastrophenhilfe (Stuttgart) zusammen mit dem weltweiten kirchlichen Verbund ACT (Kirchen helfen gemeinsam) unter anderem bis September diesen Jahres in der Provinz Tahoua im Südwesten des Landes knapp 50.000 Menschen mit Hirse und Milchpulver versorgen. Dafür wurden bislang 100.000 Euro bereit gestellt.

Ursache der Hungers sind Ernteausfälle durch Dürre und eine verheerende Heuschreckenplage im vergangenen Jahr. Acker- und Weideflächen wurden zu großen Teilen vernichtet. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in den am schlimmsten betroffenen Regionen rund 2,5 Millionen Menschen unterernährt.
Der ACT-Verbund ist bereits seit 1985 im Niger tätig, der zu den ärmsten Ländern der Welt zählt.
Im Rahmen des Hilfsprogramms in Tahoua werden Tierfutter verteilt und Getreide-Banken aufgebaut, mit denen die Gemeinden ihre Ernteerträge über das Jahr verteilt besser verwalten und nutzen können. Neben Niger kommen aus weiteren Ländern im Sahel wie Mali, Mauretanien und Burkina Faso Nachrichten über Hunger und Unterernährung. Auch in diesen Ländern ist die Diakonie Katastrophenhilfe bereits tätig.

Für die Unterstützung der weltweiten kirchlichen Aktion und der in der Sahelzone tätigen Katastrophenhilfe werden dringend Spenden unter dem Kennwort  „Sahel“ erbeten.  Kontonummer 100 100 100 bei der Landeskirchlichen Kreditgenossenschaft Sachsen eG –LKG; BLZ  850 951 64.

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