23. September 2005
Pfarrertage mit dem Landesbischof an fünf sächsischen Orten
In Chemnitz gehen am 23. September die sächsischen Pfarrertage zu Ende

Pfarrerinnen und Pfarrer zur Bischofseinfühung 2004 in der Dresdner Kreuzkirche
Die diesjährigen Pfarrertage in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, die an fünf Tagen vom 19. bis 23. September an verschiedenen Orten stattgefunden haben, gehen am Freitag in Chemnitz zu Ende. Einmal jährlich trifft sich Landesbischof Jochen Bohl im Herbst mit über 700 Pfarrerinnen und Pfarrern der Landeskirche in Dresden, Bautzen, Zwickau (in diesem Jahr in Plauen), Leipzig und Chemnitz. Zu dieser Dienstbesprechung sind die aktiven Pfarrerinnen und Pfarrer der jeweiligen Regionen eingeladen. Auch so mancher Ruheständler aus dem Kreis der Theologen nimmt aus Interesse an diesem informellen Treffen teil.
An den fünf Tagen wurden jeweils zu Beginn ein gemeinsamer Gottesdienst gefeiert, in dem der Landesbischof gepredigt hat. Später wurde zu einer Gesprächsrunde eingeladen, an der neben dem Landesbischof auch der zuständige theologische Gebietsdezernent aus dem Landeskirchenamt und die Superintendenten teilnahmen. Auf den Pfarrertagen, wo Informationen seitens des Landesbischofs und des Landeskirchenamtes an die Pfarrer weitergegeben werden, steht zuvor ein Vortrag auf dem Programm, der meist auf aktuelle theologische Fragestellungen eingeht.
In diesem Jahr hielt Professor Wilfried Engemann aus dem westfälischen Münster einen Vortrag zum Thema: „Erschöpft von der Freiheit – Zur Freiheit berufen. Die Hypothek der Postmoderne als Herausforderung für Seelsorge und Predigt.“ Engemann resümierte dabei vorfindliche gesellschaftliche und persönlichkeitsverändernde Entwicklungen wie das Postulat der Freiheit und die sich daraus ergebene Entscheidungsflut für den Einzelnen. So ging der Hochschullehrer der Frage nach, wie auf die Tatsache der Auseinandersetzung des Menschen mit sich selbst um seines Lebens willen, eine lebensdienliche Predigt reagieren und die Menschen ansprechen kann. Letztlich ging es darum, wie trotz der vielen Freiheiten und Freizügigkeiten, der Hörer durch die Predigt noch befähigt werden kann, von der Freiheit des Glaubens Gebrauch zu machen.(22.9.5)


