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Aktuelles

30. September 2005

Landesbischof für Beibehaltung des Solidarpaktes

Nach 15 Jahren deutsche Einheit sind eine Vielzahl von positiven Entwicklungen festzustellen

DRESDEN – Landesbischof Jochen Bohl spricht sich ausdrücklich für die Beibehaltung des Solidarpakts bei der weiteren Umsetzung des Aufbaus Ost aus. So stünde eine neue Regierung, in welchen Koalitionen auch immer, „vor keiner Alternative“, um weiterhin auf dem Weg der Angleichung der Lebensverhältnisse zwischen Ost und West „ein gutes Stück voranzukommen“.
Instabile Arbeitsverhältnisse, Verschuldung und Unsicherheiten in den persönlichen Verhältnissen der Menschen „sind leider in ganz Deutschland angekommen“, so dass diese Herausforderungen auch „nur gemeinsam gelöst“ werden können.

Nach 15 Jahren deutscher Einheit seien aber nach Bohls Beobachtung „eine Vielzahl von positiven Entwicklungen festzustellen, die es nicht aufs Spiel zu setzen gilt“. Gerade die „Heilung der Städte“, die Ansiedlung großer Betriebe des produzierenden Gewerbes und die Leistungskraft mittelständischer Betriebe in Sachsen „sind mehr als nur Hoffnungszeichen“.

Der Weg vieler junger Menschen am Einstieg in das Berufs- und Erwachsenenleben sei „folgerichtig und verständlich“, wenn sie sich „frei entwickeln und deutschlandweit und international ihre Chancen im Leben ergreifen“, so Bohl. Allerdings ruft der sächsische Landesbischof dazu auf, dass „möglichst viele tatkräftige junge Sächsinnen und Sachsen den Weg nach Sachsen zurückfinden, „um nicht nur zu arbeiten, sondern auch in ihrer Heimat einen Beitrag zu leisten“. So gäbe es in Sachsen genug „Raum und Erfüllung“ für alle, die beispielsweise als „Mediziner in ländlichen Bereichen dankbar willkommen sind“.

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