Navigation überspringen

Aktuelles

11. Oktober 2005

Landesbischof bestürzt über Leid bei Katastrophen in Kaschmir und Mittelamerika

Landeskirche stellt 15.000 Euro für Soforthilfe zur Verfügung

DRESDEN - Mit Bestürzung hat Landesbischof Jochen Bohl am Wochenende die Nachrichten aus Mittelamerika und dem Grenzgebiet zwischen Indien und Pakistan aufgenommen. Es sei eine „traurige und schreckliche Kette von massenhaftem Leid“, dass zum einen der Hurrikan „Stan“ mit seinen Wassermassen Verwüstungen in den mittelamerikanischen Ländern hinterlassen sowie zum anderen das starke Erdbeben des 8. Oktober in Kaschmir, das zum Tod von 40.000 Menschen geführt hat. Der Landesbischof sprach allen Betroffenen dieser Naturkatastrophen sein „tiefes Mitgefühl“ aus und hofft auf „schnelle und nachhaltige Hilfe seitens der Weltgemeinschaft.“ Die Kirchgemeinden in Sachsen bittet der Landesbischof, dem Aufruf der Diakonie Sachsen zur Soforthilfe zu folgen und großzügig den Menschen in diesen, zum Teil ärmsten Regionen der Erde, zu helfen. Das Landeskirchenamt hat beschlossen, 15.000 Euro aus dem Katastrophenfonds als Soforthilfe für die Krisenregion in Pakistan zur Verfügung zu stellen.

Besonders betroffen von den Auswirkungen des Hurrikans „Stan“ in Mittelamerika sind die Menschen in den ländlichen Gebieten El Salvadors, wo bereits unmittelbar vor der Ankunft des Sturms Tausende vor dem Vulkan Santa Ana in Sicherheit gebracht werden mussten. Der lokale Partner der Diakonie Katastrophenhilfe, die Behindertenorganisation ALGES, hat sofort mit der Versorgung von zunächst 200 kriegsversehrten Familien begonnen. In lokal organisierten Aufnahmelagern erhalten die Menschen Nahrungsmittel, Decken, Hygieneartikel und Trinkwasser.
In Guatemala, Mexiko und El Salvador sollen mindestens 225.000 Menschen obdachlos geworden sein.

Im stark zerstörten Grenzgebiet zwischen Indien und Pakistan, wo das Erdbeben im Epizentrum 80 Kilometer nördlich der pakistanischen Hauptstadt Islamabad die Stärke von 7,6 auf der Richterskala aufwies, sind Vertreter von regionalen Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe und eine Mitarbeiterin aus dem Projektbüro im iranischen Bam unterwegs. Nach einem ersten Überblick über die am dringendsten benötigten Hilfsgüter sollen geeignete  Soforthilfemaßnahmen eingeleitet werden. Im Rahmen der weltweiten Allianz von kirchlichen Hilfswerken ACT (Action by Churches Together) ist vorgesehen, in diesen Tagen insgesamt 10.000 Familien mit Trinkwasser, Decken und Zelten zu versorgen.

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und die Diakonie Sachsen bitten unter den Kennworten „Hurrikan Mittelamerika“ und „Erdbeben Pakistan“ dringend um Spenden auf das Konto 100 100 100 bei der Landeskirchlichen Kreditgenossenschaft Sachsen eG - LKG - BLZ 850 951 64 für die Opfer der beiden großen Naturkatastrophen.


Schriftgrösse
[A]
[A]
[A]
Link-Tipps