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Aktuelles

21. Oktober 2005

Herbsttagung der sächsischen Landessynode hat begonnen

Von der Tagung können entscheidende Impulse für die Landeskirche ausgehen

Bild: Blick in den Tagungsraum

DRESDEN - Die 25. Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens tritt vom 21.-24. Oktober zu ihrer Herbsttagung in der Dreikönigskirche/Haus der Kirche in Dresden zusammen. In den viertägigen Beratungen werden die 80 Landessynodalen das Haushaltgesetz für die Finanzplanung 2006 beraten sowie Berichte der Kirchenleitung, des Landesbischofs und des Landeskirchenamtes entgegennehmen und besprechen.

Der Tätigkeitsbericht des Landeskirchenamts bringt traditionell eine Zusammenschau landeskirchlicher Arbeitsfelder, deren Schwerpunkte im zurückliegenden Berichtzeitraum und verweist auf anstehende Aufgaben. Dazu gehört in diesem Jahr auch ein Kapitel über die begonnene Arbeit an der Verwaltungsstrukturreform durch die Projektgruppe der Kirchenleitung und deren Vorgehensweise.

Der Bericht der Kirchenleitung greift aus christlicher Sicht die Frage nach den Spannungen im Verhältnis zwischen  Freiheit und Verantwortung auf. Gerade in der heutigen Zeit bedeuten individuelle Bedürfnisse der Menschen eine ständige Herausforderung für ein glaubwürdiges Leben. Der Text macht anhand von fünf thematischen Beispielen Mut, Christus im alltäglichen Leben freimütig zu bekennen.

Die Haushaltplanung für 2006 ist nach Ansicht von Finanzdezernent, Oberlandeskirchenrat Reinhard Kersten, „nicht spektakulär", dennoch steht dieser Haushalt in der „Kontinuität der konsequenten Einsparungen". Mit dem Gesamtvolumen von 149.146.000 Euro liegt er zwar um fast 300.000 Euro nominell höher als im laufenden Haushalt, hat aber nach Abrechnung der durchlaufenden Posten tatsächlich gegenüber diesem Jahr ein Einsparvolumen von 1,15 Mio Euro.

Damit wird die frühere Entscheidung umgesetzt, die landeskirchlichen Ausgaben in den Jahren 2005-2007 insgesamt um 15 Prozent zu senken. Dass mit diesem Ergebnis keine „großen Sprünge" zu machen sind, so Kersten, zeigt die Tatsache, dass für 2006 eine Entnahme aus der Ausgleichrücklage in Höhe von 1,746 Mio Euro nötig sein wird. Eine Personalkostenanhebung für 2006 ist daher im Haushalt nicht vorgesehen, zumal auf der Einnahmeseite keine bessere Entwicklung abzusehen ist.

Angesichts grundsätzlicher Themen in den Berichten, wozu auch der Bericht des Leipziger Missionswerks gehört, kann nach Aussage der Synodalpräsidentin Gudrun Lindner die Synodaltagung „entscheidende Impulse“ geben, zumal die jahrelange Arbeit zur Prüfung und eventuellen Änderung der Verfassung der sächsischen Landeskirche „nun einen Stand erreicht hat“, der zu entsprechenden Gesetzesänderungen führen könne.

Neben der Prüfung und Richtigsprechung der Landeskirchenkassenrechnung für 2004 werden sich die Synodalen mit Kirchengesetzen befassen, die eine Vereinbarung mit den Nachbarkirchen über die Gemeindezugehörigkeit, eine Änderung im Pfarrbesoldungsgesetz sowie die Änderung des Ergänzungsgesetzes zum Pfarrergesetz zum Inhalt haben.

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