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Aktuelles

7. November 2005

Evangelischer Hochschuldialog im Landgericht Leipzig

„Gerechtigkeit aus Recht und Gesetz?“, so die zentrale Fragestellung

Bild: Gebäude Landgericht in Leipzig
Landgericht Leipzig in der Harkortstraße gegenüber dem Bundesverwaltungsgericht

LEIPZIG – Im Leipziger Landgericht in der Harkortstraße 9 findet am 10. November 2005 der Evangelische Hochschuldialog mit 120 Teilnehmern und namhaften Rechtswissenschaftlern und Theologen statt. In zwei Workshops und einer Podiumsdiskussion, zu der auch Landesbischof Jochen Bohl sein Kommen zugesagt hat, soll der Frage nachgegangen werden, wie es sich beispielsweise mit der christlichen Vorstellung von Gerechtigkeit gegenüber dem geltendem Recht und Gesetz verhält. Unter der zentralen Fragestellung  „Gerechtigkeit aus Recht und Gesetz?“ wird die Spannung deutlich, die beispielsweise von der Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley in ihrer zugespitzten Aussage klassisch beschrieben wurde: „Wir haben Gerechtigkeit gewollt, aber den Rechtsstaat bekommen.“

Zum Hochschuldialog, der um 17:30 Uhr im Landgericht eröffnet wird, hatte die Evangelische Akademikerschaft  aus Sachsen und die Evangelische Studentengemeinde in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig eingeladen. Die Schirmherrschaft hat der Rektor der Universität, Professor Franz Häuser, übernommen. Unter den angemeldeten Teilnehmern sind nach Aussage der Organisatoren eine erfreulich hohe Anzahl von Studierenden.

Nach der Begrüßung wird um 18:00 Uhr im ersten Workshop der Präsident des Sächsischen Verfassungsgerichtshofs und des Oberlandesgerichts Dresden, Klaus Budewig, referieren, während zeitgleich der Theologe, Friedensforscher und Studienleiter Joachim Garstecki aus Imshausen bei Kassel bei dem zweiten Vortrag auf die Bedeutung des zivilen Ungehorsams eingehen wird. Beide Parallelveranstaltungen werden entweder von Vertretern der Juristenfakultät oder der Theologischen Fakultät geleitet. An der Podiumsdiskussion, die vom Richter des Sächsischen Verfassungsgerichtshofes, Professor Martin Oldiges, moderiert wird, nehmen neben dem Landesbischof und Vertretern der Fakultäten ebenfalls die beiden Referenten teil. Bei beiden Workshops sind zu den vorgestellten Thesen und Ausführungen der Referenten auch Stellungnahmen aus den Reihen der Studenten geplant.

Die Evangelische Akademikerschaft in Deutschland (EAiD) ist aus der Altfreundeschaft der Evangelischen Studentengemeinden in Deutschland hervorgegangen. Ihre Mitglieder sind in zwölf Landesverbänden aktiv. Mit Unterstützung der Evangelischen Kirche in Deutschland und in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern haben sie vor drei Jahren "Evangelische Hochschuldialoge" ins Leben gerufen. Deren Anliegen ist es, aktuelle wissenschaftliche und gesellschaftsrelevante Themen mit Grundaussagen des christlichen Glaubens ins Gespräch zu bringen. Bisher haben acht solcher Hochschuldialoge an unterschiedlichen Hochschulorten stattgefunden. Die Tagung in Leipzig wird nach der Auftaktveranstaltung im November 2002 in Halle der zweite Hochschuldialog in einer ostdeutschen Universitätsstadt sein.(7.11.5)

Evangelischer Hochschuldialog

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