Navigation überspringen

Aktuelles

13. Dezember 2005

Landeskirche stellt erneut 15.000 Euro für Erdbebenopfer in Pakistan zur Verfügung

Nach Oktober-Erdbeben gingen alleine in Sachsen über 100.000 Euro an Spendengeldern für die Katastrophenhilfe ein

Bild: Kinder sitzen auf Trümmern ihrer Elternhäuser
(Bild: Diakonie Katastrophenhilfe, Stuttgart)

DRESDEN – Angesichts der alarmierenden Nachrichten aus den am 8. Oktober vom Erdbeben zerstörten Landesteilen im Grenzgebiet zwischen Indien und Pakistan rufen die Diakonie Sachsen und die Landeskirche weiterhin zu Spenden für die Opfer der Naturkatastrophe auf. Immer noch ist das Leben von Kindern, Verletzten, kranken und alten Menschen aufgrund des hereingebrochenen Winters höchst gefährdet, zumal jetzt wieder schwere Erdbeben den Nordosten Afghanistans, Teile Pakistans und Indiens erschüttert haben.
Angesichts dieser anhaltenden schwierigen Bedingungen im indisch-pakistanischen Katastrophengebiet hat das Landeskirchenamt beschlossen, erneut 15.000 Euro aus dem Katastrophenfonds zur Verfügung zu stellen. Bereits Mitte Oktober diesen Jahres wurde unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben der gleiche finanzielle Beitrag als Soforthilfe für die Betroffenen im Kaschmir auf das Sonderkonto der Diakonie Sachsen für die Katastrophenhilfe überwiesen.

Nach Informationen der Diakonie Katastrophenhilfe ist die Zahl der Kinder, die mit Lungenentzündung in die Lazarette eingeliefert werden, besorgniserregend. „Nicht das Erfrieren, sondern Entkräftung ist unser Hauptproblem“ berichtet ein pakistanischer Arzt, der seine Praxis in Islamabad verlassen hat und seit sechs Wochen als Freiwilliger in Kaschmir arbeitet. Die Diakonie Katastrophenhilfe selbst hat bislang 1.500 winterfeste Zelte verteilt, 1.300 weitere sind in Produktion oder in Lastwagen unterwegs. Geographischer Schwerpunkt der Verteilungen gemeinsam mit einem lokalen Partner sind bislang nicht erreichte Bergdörfer in Kaschmir. Im ACT-Verbund konnten die Partner, die in der „North West Frontier“-Provinz tätig sind, 6.580 Zelte verteilen, mehrere tausend sind zusätzlich auf dem Weg. Darüber hinaus wurden bislang 26.320 Decken ausgegeben und die Diakonie Katastrophenhilfe verteilt von 39.500 in Ägypten bestellten Wolldecken derzeit 20.800. Außerdem sollen 19.800 Kinder und Jugendliche Winterjacken erhalten. Weitere Hilfsmaßnahmen für die nächsten Monate sind festgelegt worden.

Bild: Ein Mann sitzt auf den Trümmerrresten seines Hauses
(Bild: Diakonie Katastrophenhilfe, Stuttgart)

Bisher gingen insgesamt 4,4 Millionen Euro für die Erdbebenopfer im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Indien bei Diakonie Katastrophenhilfe ein, davon alleine 106.000 Euro aus Sachsen. Die sächsische Landeskirche und die Diakonie Sachsen danken für die große Hilfsbereitschaft und bitten weiterhin um nachhaltige Unterstützung, um durch bewährte Partner vor Ort die Menschen über den Winter bringen zu können. Trotzdem sollte die Hilfe nicht zu Lasten der im Advent begonnenen Sammelaktion „Brot für die Welt“ gehen, die mit ihren langfristigen Projekten den Hunger in verschiedenen Erdteilen und Regionen bekämpft und Hilfe zur Selbsthilfe leistet.

Spendenkonto für die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe

Diakonie Sachsen, K.-Nr. 100 100 100,
+ Kenntwort: „Erdbeben Pakistan“,
LKG Sachsen, BLZ 850 951 64

Schriftgrösse
[A]
[A]
[A]
Link-Tipps