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2. Mai 2006

Landesbischof Jochen Bohl ist dankbar und froh über Freiheit der Irak-Geiseln

Bohl: „Ich danke zuerst Gott, dass die beiden Männer am Leben sind“

Bild: Landesbischof im MDR-Fernsehen nach Freilassung der Irak-Geiseln
Landesbischof Jochen Bohl im MDR-Fernsehen

DRESDEN - Mit großer Dankbarkeit und Freude hat Landesbischof Jochen Bohl auf die Freiheit von René Bräunlich und Thomas Nitzschke reagiert. Noch am Abend äußerte sich Bohl zu der Nachricht von der Befreiung der beiden seit Wochen im Irak gefangen gehaltenen beiden deutschen Geiseln: „Ich danke zuerst Gott, dass die beiden Männer am Leben sind“, sagte Bohl. „Ich hoffe, dass es beiden den Umständen entsprechend gut geht uns sie bald nach Deutschland zu ihren Familien zurückkehren können.“

Der Landesbischof brachte ebenso seine große Dankbarkeit gegenüber den vielen Menschen zum Ausdruck, die sich über die lange Zeit der Geiselname hinweg für die Freiheit der beiden deutschen Ingenieure eingesetzt haben.

Bild: Ort der Mahnwachen an der Leipziger Nikolaikirche
27 Mahnwachen an der Leipziger Nikolaikirche

„Die Kraft des Gebets vermag erstaunlich viel“, fasste Bohl die Bedeutung der Friedensgebete zusammen, zu denen die Evangelisch.-Lutherische Nikolaikirchgemeinde in Leipzig, namentlich Pfarrer Christian Führer, über die ganze Zeit der Geiselnahme montags und donnerstags eingeladen hatte. „Ich danke ebenso der Regierung unseres Landes, die sich mit viel Einsatz und Intensität für die Freiheit der beiden Männer eingesetzt hat, auch wenn aus verständlichen Gründen davon nicht tagtäglich zu berichten war“, so Bohl am Abend in Dresden.

Der Landesbischof hoffe für die jetzt Freigelassenen und für deren Angehörige, „dass ihnen nun Menschen zur Seite stehen, die ihnen eine Hilfe bei der Verarbeitung des Erlebten sind“. Bohl weiter: „Wahrscheinlich kann sich kein Außenstehender vorstellen, welche Ängste und Qualen diese beiden Menschen in 14 Wochen ausgestanden haben. Ich wünsche ihnen weiterhin sehr viel Kraft.“

Bild: Pfarrer Christian Führer, links, freut sich vor der Kirche über die Freilassung der Entführten
Freude bei Pfarrer Christian Führer (l.) vor der Leipziger Nikolaikirche am 2. Mai 2006

Gegenüber den Medien äußerte sich der Pfarrer der Leipziger Nikolaikirchgemeinde, Christian Führer, dass die Initiatoren und Unterstützer der Mahnwache die Hoffnung nie aufgegeben hätten und dass die Nachricht von der Freilassung ein „ungeheures Gefühl der Erleichterung und Dankbarkeit“ sei. Als Zeichen der Freude ließ Führer die Glocken seiner Kirche läuten. Während der 99-tägigen Gefangenschaft der deutschen Ingeniere René Bräunlich und Thomas Nitzschke wurden 27 Mahnmachen vor der Nikolaikirche abgehalten.
Anlässlich der Freilassung der beiden Leipziger Irak-Geiseln wird am Montag, den 8. Mai 2006, um 17:00 Uhr, in der Leipziger Nikolaikirche zu einem Dankgottesdienst eingeladen. Neben Nikolaipfarrer Christian Führer werden auch der Leipziger Superintendent Martin Henker und Landesbischof Jochen Bohl anwesend sein.

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