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Aktuelles

9. Juni 2006

Seelsorge-Institut der Landeskirche besteht seit 10 Jahren

Auf Mitarbeiter kommen zukünftig größere seelsorgerliche Aufgaben zu

Bild: Gebäude des Missionswerks Straßenseite Paul-List-Straße
Missionswerk - im Gartenbereich befindet sich das Seelsorge-Institut

LEIPZIG - Das Seelsorge-Institut der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens begeht am 10. Juni 2006 mit einem Festprogramm in Leipzig sein 10-jähriges Bestehen. In der Kapelle auf dem Gelände des Leipziger Missionswerkes in der Paul-List-Straße 19 beginnt der Tag mit einem Gottesdienst, in dem Landesbischof Jochen Bohl predigen wird. Am Nachmittag schließt sich ein Vortrag des bekannten Wuppertaler Theologen und Pastoralpsychologen, Professor Michael Klessmann, an, der über die Seelsorge als Lebens- und Glaubenshilfe in postmodernen Zeiten referieren wird. Das 1996 gegründete Seelsorge-Institut ist eines von nur sechs in Deutschland und hat die Aufgabe, kirchliche Mitarbeiter in der Gemeindeseelsorge und den Arbeitsbereichen der Sonderseelsorge (Krankenhaus-, Gefängnis-, Notfall- und Militärseelsorge) aus- und weiterzubilden. In den Kursen wird vermittelt, wie seelsorgerliche Gespräche geführt werden können.

Seit sechs Jahren leitet Pfarrer Friedhelm Leuers das Seelsorge-Institut, das seit dieser Zeit auf dem Gelände des Missionswerks untergebracht ist. Leuers sieht in der Zukunft auf die Pfarrer und Pfarrerinnen größere seelsorgerliche Aufgaben zukommen. Den Herausforderungen des "Auseinanderbrechens von Beziehungs- und Sinnsystemen" und der zunehmend erwarteten Flexibilität von Menschen müsse durch glaubhafte und authentische Seelsorger begegnet werden, so Leuers. Eine kompetente seelsorgerliche Ausbildung hält er somit für eine unaufgebbare Grundlage, damit die Kirche in der Seelsorge Menschen erreichen kann.
Das Leipziger Seelsorge-Institut mit seinen Kursen wird mittlerweile nicht nur von Mitarbeitern, von Ehrenamtlichen, Krankenschwestern und Ärzten aus dem Bereich der sächsischen Landeskirche in Anspruch genommen, sondern auch von Personen, die mit entsprechendem Hintergrund von weit her kommen.(8.6.6)

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