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Aktuelles

21. Juni 2006

Landesbischof verlieh Sächsischen Gemeindebriefpreis 2006

Drei Preise und sieben Sonderpreise für die besten eingesandten Gemeindebriefe

Bild: Preisträger und Vertreter der Jury nach der Preisverleihung
Preisträger im Vordergrund mit Initiatoren des Gemeindebriefpreises von EMV und Sonntag

CRIMMITSCHAU / LEIPZIG – Aus Anlass ihres bevorstehenden 60-jährigen Bestehens hatte die sächsische Kirchenzeitung „Der Sonntag“ im Januar diesen Jahres erstmals einen Gemeindebriefpreis ausgeschrieben. Am 18. Juni wurden auf dem Sächsischen Gemeindebibeltag in Crimmitschau von Landesbischof Jochen Bohl im Stadttheater die von einer Jury prämierten Arbeiten der Redaktionen ausgezeichnet.

Insgesamt 92 Gemeindebriefredaktionen aus allen sächsischen Kirchenbezirken schickten die Weihnachts- und Osterausgabe ihres Gemeindebriefes ein. Dazu einen ausgefüllten Fragebogen zu den Rahmenbedingungen, der Aufschluss über den Entstehungsprozess des Gemeindebriefes geben sollte. Wer macht Gemeindebriefe? Was kosten sie? Wie viele Ausgaben werden gedruckt? Und wie wird der Gemeindebrief verteilt? Passen Gemeindebrief und Gemeinde zusammen?

Bild: Gemeindebrief Titel Pirna
Kirchennachrichten Pirna

Gemeindebriefe – das zeigten die Einsendungen – sind so unterschiedlich wie ihre Absender. Einige sind wirklich Briefe, in denen Pfarrer oder Pfarrerinnen ihre Gemeinden regelmäßig anschreiben. Einige sind seit Jahrzehnten Terminübersichten, in einer festen Form, in der sich vor allem treue Leserinnen und Leser zurechtfinden. Und einige Gemeindebriefe sind auf dem Weg zum Gemeindemagazin, mit Bildern und Berichten, mit Serviceteil, Informativem und Unterhaltung. In allen Gemeindebriefen wird großer Wert auf das Geistliche gelegt, mit Andachten, geistlichen Worten oder Bibelversen.

Doch was macht nun einen guten Gemeindebrief aus? Und wer kann das beurteilen?

Die Jury bestand aus Fachleuten, die in der evangelischer Publizistik zu Hause sind. Entschieden haben die Mitarbeitenden des Sonntags, so die Redaktion, der Gestalter, aber auch die Vertriebsleute; die Pressestelle im Landeskirchenamt – und somit lang vertraute Gemeindebriefleser, denn dort kommen regelmäßig viele Gemeindebriefe an, sowie der Evangelische Medienverband, bei dem die landeskirchliche Beauftragung für die Gemeindebriefarbeit liegt.

Was macht einen guten Gemeindebrief aus?

Die Jury bewertete vor allem Form und Inhalt der Gemeindebriefe, den Einsatz von Schriften und Bildern, die Druckqualität,  das Verhältnis von Aufwand zum Ergebnis sowie die Weiterentwicklung im Zuge von Gemeindezusammenschlüssen.

 

Bild: Gemeindebrief Lohmen Innenseite
Gemeindebrief Lohmen

Prämiert wurden schließlich drei Gemeindebriefe, denen es gelang, durch ihren Gesamteindruck zu überzeugen. Außerdem sieben weitere Gemeindebriefe, denen etwas Besonderes beispielhaft gut gelungen ist.

Hauptpreise

1. Platz: Gemeindebrief der Philippuskirchgemeinde Lohmen
(Kirchenbezirk Pirna)

Ausgezeichnet wird vor allem die klare Gestaltung, die den Gemeindebrief sehr übersichtlich und gut lesbar macht. Insgesamt beeindruckt der Gemeindebrief durch sein ansprechendes Erscheinungsbild, gelungene Details, wie den bewussten Einsatz der Schmuckfarbe für die Kennzeichnung der Seiten, für Überschriften und in der unaufdringlichen Unterlegung der Gottesdiensttermine.
(Preis: ein Scanner, der von der Landeskirchlichen Kreditgenossenschaft Dresden zur Verfügung gestellt wurde.)

Bild: Hahnenschrei - Gemeindeblatt siebenKirchen
Gemeindeblatt siebenKIRCHEN

2. Platz: Hahnenschrei – Gemeindeblatt siebenKIRCHEN

der Kirchgemeinden Hirschfelde-Dittelsdorf-Schlegel; Oberseifersdorf-Wittgendorf; Ostritz-Leuba (Kirchenbezirk Löbau-Zittau)
Der Hahnenschrei ist gemeinsames Kirchenblatt von drei Gemeinden im Schwesternkirchverhältnis. Sie umfassen sieben Orte, die die Region ‚siebenKIRCHEN’ bilden.

Ausgezeichnet werden der originelle Name, das gemeinsame Signet - ein Stern aus den sieben Kirchturmspitzen - sowie die klare Gestaltung des Titelbildes und die auffällig gute Druckqualität der Bilder.
Inhaltlich überzeugten die klare Gestaltung, die feste Rubrik „Quo vadis siebenKIRCHEN?“ und der Siebenfuß als Moderator der Kinderseite.
(Preis ist ein Drucker, der von der Landeskirchlichen Kreditgenossenschaft Dresden zur Verfügung gestellt wurde.)

Bild: Kirchennachrichten St. Petri und Bautzen-Gesundbrunnen

3. Platz: Kirchennachrichten der Kirchgemeinden St. Petri Bautzen und Bautzen-Gesundbrunnen
Kirchenbezirk Bautzen

Ausgezeichnet wird neben der soliden handwerklichen Aufmachung in der Gestaltung vor allem der Inhalt der Kirchennachrichten. Die ganzseitigen Rubriken „Aus der Gemeinde – für die Gemeinde“ oder „Aus dem Kirchenvorstand“ nehmen die Leser mit in das Gemeindeleben und aktuelle Entwicklungen.
(Preis der Internetzugang zur Datenbank für ein Jahr und Druckausgaben für 6 Monate des Magazins „Gemeindebrief“, zur Verfügung gestellt vom Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik).

Bild: Gemeindebrief Annaberg-Buchholz

Sonderpreise in alphabetischer Reihenfolge


(Preis jeweils eine CD Rom mit Grafik Bausteinen, Logos und Vignetten sowie die aktuelle Ausgabe des Magazins „Gemeindebrief“, zur Verfügung gestellt vom Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik)


Gemeindebrief der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz
(Kirchenbezirk Annaberg- Buchholz)

Ausgezeichnet wird die beispielhafte Begleitung des Zusammenwachsens der Kirchgemeinde seit Januar 2006. Im Gemeindebrief stellt sich die Gemeinde bereits einheitlich dar, auf dem Titelbild bereits sichtbar mit dem gemeinsamen Signet (Boot mit Kirchtürmen).
Der Gemeindebrief ist eine Weiterentwicklung des früheren ‚Gemeindebrief St. Annen’. Die Auszeichnung soll der Redaktion Mut machen, ihr Produkt so klar und übersichtlich weiter zu entwickeln.

Bild: Nachrichten aus dem Kirchenbezirk Borna

St. Marien Borna und Nachrichten aus dem Kirchenbezirk Borna
(Kirchenbezirk Borna)

Ausgezeichnet wird das Beispiel gebende Einlegeblatt „Nachrichten aus dem Kirchenbezirk Borna“, eine Terminübersicht für alle Kirchgemeinden des Kirchenbezirks. Dieses Faltblatt ermöglicht gegenseitige Absprachen, kann allen Gemeindebriefen des Kirchenbezirks beigelegt werden, und an weiteren Stellen ausgelegt werden.

Johannesgemeinde Dresden, Johanneskirchgemeinde Dresden-Johannstadt/Striesen
Kirchenbezirk Dresden – Mitte

Ausgezeichnet wird die professionell gestaltete Termin und Veranstaltungsübersicht; anhand einer konsequenten Formatvorlage mit einheitlichen grafischen Elementen.

Bild: Kirchenumschau in Zittau (ökumenisch)

Kirche in Grünau, Informationen aus der evangelischen und katholischen Kirche
Kirchenbezirk Leipzig

Ausgezeichnet wird die sehr klare und übersichtliche Gestaltung. Das ökumenische Faltblatt gibt Kirche in diesem Gebiet der Stadt Leipzig angemessen und einheitlich wieder.

Kirchenumschau - Römisch-katholische, Evangelisch-methodistische und Evangelisch-lutherische Kirchgemeinde in Zittau
Kirchenbezirk Löbau-Zittau

Ausgezeichnet werden die dynamische Titelgrafik sowie die gut lesbare Druckfarbe.
Der Gemeindebrief steht beispielhaft für einen gelungenen gemeinsamen Auftritt der Kirchgemeinde(n).

Kirchennachrichten Pirna
(Kirchenbezirk Pirna)

Ausgezeichnet werden die regionalen Titelbilder, die die Verbundenheit des Gemeindebriefes mit der eigenen Gemeinde und ihren kulturellen, regionalen, landschaftlichen etc. Schätzen verbindet.

Kirchennachrichten Tautenhain-Ebersbach-Nauenhain mit Schwesterkirchgemeinden
(Kirchenbezirk Rochlitz)

Ausgezeichnet wird die Idee, dem Gemeindebrief in der Druckerei ein farbiges Bild aufkleben zu lassen. Das macht den ansonsten schlichten Gemeindebrief wesentlich ansprechender und wertvoller für die Augen und zum Anfassen.

Alle weiteren Einsender erhalten eine Bewertung ihres Gemeindebriefes und eine aktuelle Ausgabe des Magazins „Gemeindebrief“.(EMV-19.6.6)

Ausschreibung

Darstellung der Gemeindebriefe im Detail (PDF-Dokumente 276 KB - 1,29 MB)

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