2. Juli 2006
3.000 Besucher beim Ökumenischen Open-Air-Gottesdienst auf dem Schlossplatz
Ökumenischer Stadtkirchentag mit 4.„Nacht der Kirchen“ ging erfolgreich zu Ende

DRESDEN - „Der Ökumenische Stadtkirchentag aus Anlass des 800-jährigen Dresdner Stadtjubiläums war ein voller Erfolg“, so Pfarrer Rudolf Renner, einer der Mitorganisatoren. Bereits ab Sonnabendvormittag, 1. Juli, waren Tausende Menschen auf der Kirchenmeile zwischen Hauptstraße und Schlossplatz unterwegs. Achtzig Stände boten Informationen und Gespräch, sowie Mitmachaktionen für Groß und Klein. Zauberei war zu erleben, außerdem Musik von Folk bis Gospel. Etwa 80 Posaunenbläser verwandelten die Augustusbrücke am Sonnabendnachmittag in eine Klangbrücke.

Mehr als 3.000 Menschen besuchten den Ökumenischen Open-Air-Gottesdienst am 2. Juli um 10:30 Uhr auf dem Dresdner Schlossplatz. Erstmalig feierten alle christlichen Gemeinden gemeinsam Gottesdienst. Der jüdische Landesrabbiner Salomon Almekias-Siegl interpretierte den Psalm 118. Landesbischof Jochen Bohl und Bischof Joachim Reinelt predigten zum Jesuswort „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Landesbischof Jochen Bohl betonte, dass vor allem die Dresdnerinnen und Dresdner selbst das Klima der Stadt bestimmen.

Der Fluss mit "Mauern" kann inmitten der Menschen etwas Trennendes sein. Brücken bauen...
Sie seien heute verstärkt auf der Suche nach Wahrheit. „Doch bei den vielen Angeboten ist es offensichtlich, dass davon nicht alles trägt. [...] Christen bekennen, dass jeder die Wahrheit finden kann.“ Die Wahrheit in Jesus ermögliche die Zuwendung zum Nächsten, Verantwortung und Engagement gegen die Ökonomisierung des Lebens, so Bohl. Bischof Joachim Reinelt betonte: „Das ist unsere Stärke: die Freude an Gott. Das haben wir gemeinsam mit unseren jüdischen Brüdern – und es ist zuerst ihr Text: ‚Die Freude an Gott ist unsere Stärke.’“ Zum Thema Wahrheit erinnerte Reinelt an das vorige Jahrhundert, wo der Mensch auf die Altäre gesetzt wurde. Hier hätte Dresden die schwerste Krise in der 800-jährigen Geschichte gehabt. „Jetzt müsse wieder Gott auf den Altar, denn ER liebt den Menschen“, so Reinelt.

Kruzianer und Kapellknaben sangen gemeinsame während des Ökumenischen Gottesdienstes
Der Dresdner Kreuzchor, die Dresdner Kapellknaben, eine Band sowie die vereinigten Dresdner Posaunenchöre begleiteten den Gottesdienst musikalisch. Am Ende stiegen 800 Luftballons auf – ein jeder versehen mit einem Wunsch für die Stadt. Die Kollekte in Höhe von 5.800 Euro ist bestimmt für die kirchliche Arbeit mit Kindern und Familien.
Am Sonnabend, 1. Juli, ab 18:00 Uhr nahmen Tausende von Dresdnerinnen und Dresdner sowie die Gäste der Stadt das Angebot wahr, von Kirche zu Kirche pilgern. In diesem Jahr sind 64 Orte evangelischer, katholischer und freikirchlicher Gemeinden, die Russisch-Orthodoxe Kirche sowie die Synagoge geöffnet gewesen.(2.7.6)

Zum Ende des Gottesdienstes stiegen 800 Luftballons jeweils mit einem Wunsch für die Stadt auf


