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Aktuelles

8. Juli 2006

Landesbischof beim 500. Glockenguss in Lauchhammer mit dabei

Anzahl der in den letzten zwei Jahren neu gegossenen Glocken gewaltig gestiegen

Bild: Glockenguss in Lauchhammer
Glockenguß in Lauchhammer

LAUCHHAMMER - Im brandenburgischen Lauchhammer wird in der dortigen Kunstgießerei am 14. Juli die 500. Glocke seit der Privatisierung des Unternehmens vor 13 Jahren gegossen. Am geplanten Jubiläumsguss einer 1.125 Kilogramm schweren Bronzeglocke für die Kirche in Dresden-Trachau wird auch der sächsische Landesbischof Jochen Bohl erwartet. Parallel zur Dresdner Glocke wird eine zweite Glocke für die evangelische Kirche im erzgebirgischen Bernsbach (696 kg) gegossen.
Zusammen mit den Pfarrern der Kirchgemeinden aus Dresden und Bernsbach hält der Landesbischof vor den mitgereisten Beobachtern aus den beiden Kirchgemeinden eine Andacht.

Bild: Glocke für das sächsische Mildenau
Glocke für Mildenau

Der Glockenguss in Lauchhammer hat eine 281-jährige Tradition, die nach der Privatisierung mit dem ersten Glockenguss im November 1994 wieder aufgenommen wurde. Mittlerweile ist diese Glockengießerei die einzige auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Unter den bisher in der Kunstgießerei Lauchhammer angefertigten Glocken waren alleine 83 Glocken für 43 Kirchen auf dem Gebiet der sächsischen Landeskirche. Zudem wurden im Jahre 2002 im Auftrag des Leipziger Missionswerks zehn Glocken gegossen, die für das ostafrikanische Land Tansania bestimmt waren.

In sächsischen Kirchtürmen hängen insgesamt 3.700 Glocken, wovon seit 1990 ungefähr 300 Bronzeglocken neu gegossen und in den meisten Fällen alte Eisenhartguss- und Stahlglocken ersetzt haben. Die Anzahl der in den letzten zwei Jahren neu gegossenen Glocken sei nach Aussage des Glockenbeauftragten der Landeskirche, Christian Schumann, "gewaltig gestiegen", da alleine in diesem Zeitraum 100 Glocken neu gegossen wurden.(7.7.6)

Kunstgießerei Lauchhammer

 

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