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Aktuelles

22. Oktober 2006

Mehr sächsische Schulen mit zwei Wochenstunden Religion und Ethik

Verpflichtung des Freistaates, RU zweistündig pro Woche anzubieten

Bild: Freude an RU, EKBO-Bild

DRESDEN - Immer mehr Schulen in Sachsen bieten Ethik- und Religionsunterricht in den vorgesehenen zwei Wochenstunden an. Der Anteil bei Mittelschulen sei von elf Prozent im vergangenen Jahr auf 46 Prozent in diesem Schuljahr gestiegen, teilte die Sächsische Staatsregierung in einer am Dienstag [17. Oktober] in Dresden veröffentlichten Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Fraktion mit. Bei den beruflichen Schulzentren habe sich die Zahl auf 36 Prozent verdoppelt.

In der gymnasialen Oberstufe der Klassen 11 und 12 werden die geforderten Unterrichtsstunden den Angaben zufolge an allen Schulen angeboten. In den Gymnasiumsklassen 5 bis 10 sei der Anteil von acht auf 19 Prozent gestiegen, an Grundschulen von zwei auf drei Prozent. Allerdings gebe es keine Förderschule mit zwei Wochenstunden, hieß es. An Schulen, die die geforderte Stundenzahl nicht erreichten, werde Ethik und Religion in einer Wochenstunde unterrichtet.

Der Freistaat müsse weiterhin neue Ethik- und Religionslehrer einstellen, "um endlich die volle Unterrichtsversorgung zu gewährleisten, erklärte der jugendpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Alexander Krauß. Der sächsische Landesbischof Jochen Bohl hatte vor knapp zwei Wochen Eltern dazu aufgerufen, sich stärker für den Religionsunterricht einzusetzen. In Schreiben an Schulleiter und Regionalschulämter sollten an die Verpflichtung des Freistaates erinnert werden, zwei Stunden
eligionsunterricht pro Woche anzubieten. ( ©epd17.10.2006 )

 

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