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Aktuelles

24. Oktober 2006

Kirche mit Glockenthema auf Denkmalmesse

14 Schautafeln informieren über Glockentürme und Geläute in der sächsischen Landeskirche

Bild: Gespräche am Kirchenstand
Glockenbeauftragter Christian Schumann im Gespräch mit Architekturstudentinnen

LEIPZIG – Auf der vom 25. bis 28. Oktober in den Leipziger Messehallen stattfindenden Denkmalmesse wird die sächsische Landeskirche gemeinsam mit der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (KiBa), wieder mit einem Stand vertreten sein. In Halle 2 sind dann 14 Schautafeln zum Thema Glockentürme und Geläute in der sächsischen Landeskirche zu sehen. Zur Illustration wird ein 5,60 Meter hoher Glockenständer mit einer 281 Kilogramm schweren neuen Glocke aufgebaut sein, der nach der Ausstellung auf einem Friedhof in Annaberg-Buchholz aufgestellt werden soll. Die Standbetreuung übernehmen Bau- und Glockensachverständige der Landeskirche mit Vertretern der Stiftung KiBa. Aus Anlass der „Denkmal 2006“ werden die Vertreter der KiBa in Leipzig ihre Herbsttagung des Stiftungsrates durchführen. Auf der vor zwei Jahren durchgeführten Denkmalmesse ging es auf dem Kirchenstand um die zeitgemäße Nutzung von Kirchen.

Bild: Kirchenstand mit Glockenständer auf der Denkmalmesse
Glockenständer in der Messehalle

Mit dem Titel „Damit der Glocken Ruf erschallt…“ wolle die Landeskirche mit der Präsentation ausgewählter Glockenbauprojekte eine Rückbesinnung auf die „Zeitvermittlung von Glocken sowie auf Anlässe und Tradition des Glockenläutens hinweisen“, erläutert im Vorfeld der Messe der Dresdner Baureferent Harald Naumann. Der kirchliche Baureferent verweist auf die „hohe, dem Gemeinwohl dienende Verantwortung der Kirchgemeinden in der Nutzung und Erhaltung ihrer Gebäude und Kunstgegenstände“. Zur Vorbereitung der Schautafeln hätten alle fünf landeskirchlichen Baupflegebüros ihren Beitrag geleistet und würden entsprechende Beispiele von Sanierungsvorhaben aus ihrem regionalen Bereich präsentieren. Auf dem Gebiet der Landeskirche befinden sich in 1.222 Kirchen 4.400 Glocken.

Mit der Darstellung von der Geschichte einzelner Geläute, wie zum Beispiel des der Nathanaelkirche in Leipzig-Lindenau, Informationen zum Glockenguss, zu Schwingungsanalysen, über die Läuteordnung einer Kirchgemeinde sowie über Neubau und Sanierung, geben die Tafeln Einblick in den Erhaltungsaufwand von Glockenanlagen.
Seit 1990 sind in der Landeskirche ungefähr 300 Bronzeglocken neu gegossen worden, die in den meisten Fällen alte Eisenhartguss- und Stahlglocken ersetzt haben. Die Anzahl der in den letzten zwei Jahren neu gegossenen Glocken sind stark gestiegen, da alleine in diesem Zeitraum 100 Glocken neu gegossen wurden.

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