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Aktuelles

11. November 2006

Ökumenische FriedensDekade 2006 vom 12. bis 22. November

Christen beten für den politischen und sozialen Frieden

Bild: Plakat mit Motto der diesjährigen Friedensdekade

Die Ökumenische FriedensDekade findet seit Anfang der 80-er Jahre im November jeden Jahres an den 10 Tagen vor dem Buß- und Bettag statt. Für zahlreiche Kirchen in Sachsen wird in dieser Zeit das Friedensthema zu einem Schwerpunkt im Kirchenjahr. Sie laden täglich zu Friedensgebeten, -andachten und anderen Veranstaltungen ein, um aktuelle Themen zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zu bedenken und zur Diskussion zu stellen.
“... UND RAUS BIST DU.” – unter diesem Motto steht die diesjährige Ökumenische FriedensDekade vom 12 bis 22. November 2006. Das Motto, das an Kinderspiele erinnert, will den Blick auf Menschen lenken, die sich als überflüssig, nicht gebraucht, ausgegrenzt oder nicht erwünscht erfahren.  Asylsuchende oder Arbeitslose und deren Kinder in Deutschland sind davon ebenso betroffen wie Flüchtlinge, verfolgte Minderheiten oder wegen ihres Geschlechts oder ihrer Herkunft diskriminierte Menschen weltweit.

In Leipzig wird der zentrale Ökumenische Eröffnungsgottesdienst der Friedensdekade am 13. November 2006 um 17:00 Uhr in der Nikolaikirche gefeiert.
Traditionell findet während der Friedensdekade in der Nikolaikirche die ökumenische „Nacht für den Frieden“ statt. Unter dem Motto “Heiße Herzen” wird am Freitag, 17. November von 17:00 Uhr bis 1:00 Uhr zu einem Programm mit Friedensgebet, Konzert, Kurzfilm, Kreativangebot, Gespräch, Liebescafé und Nachtgottesdienst eingeladen.

Bild: Plakat mit Programm für Nacht für den Frieden in Leipzig

Eine Ausstellung im Kirchgemeindezentrum Markkleeberg, Mittelstraße 3, widmet sich vom 12. bis 22. November 2006 dem Thema „Für ein freies Wort“ - radix-Blätter - Untergrund-Verlag in Berlin 1986-1989. In einer von Stephan Bickhardt 1986 gegründeten illegalen und bis zum Ende der DDR unentdeckten Druckerei wurden bis 1989 in Berlin elf Samisdathefte mit einer Auflagenhöhe von jeweils bis zu 3.000 Exemplaren herausgegeben. Die Ausstellung zeigt die Arbeitsweise und innere Struktur des Verlages, die Publikationen und deren Inhalte und beleuchtet die Haltung der Staatssicherheit. Organisiert wird die Ausstellung vom Leipziger Kreis - Forum für Wissenschaft und Kunst.
Zum Abschluss der Friedensdekade am Buß- und Bettag, 22. November 2006, feiern viele Gemeinden noch einmal besondere Bittgottesdienste. In der Leipziger Nikolaikirche steht der Ökumenische Abschlussgottesdienst der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) mit Oberlandeskirchenrat Dr. Münchow und Bischof i.R. R. Minor um 17:00 Uhr unter dem Motto „An Gottes Tafel das Leben teilen“.

In Dresden beten Christen unter dem Motto „100 Beter für den Frieden“ von Montag, 13. November, bis Mittwoch, 22. November, täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr in der Kapelle im „Haus der Kathedrale“ (Schlossstraße 24) in einer so genannten Gebetskette für die Anliegen der Friedensdekade.

In der Zeit der Friedensdekade finden auch besondere Jugendgottesdienste statt. So trifft sich in Freital-Potschappel am 13. November um 19:30 Uhr die Jugend zu ihrem 3. Friedensgottesdienst zu Beginn der Dekade. Am Vortag des Buß- und Bettages, 21. November, gestalten die Jungen Gemeinden des Kirchenbezirks Großenhain ab 19:30 Uhr wieder eine „Lange Nacht des Friedens“, die die täglichen Andachten und Friedensgebete der Tage zuvor in der Marienkirche abschließen.
Im ostsächsischen Crostau und in Zittau sind ebenfalls tägliche Friedensandachten geplant.

Der Buß- und Bettag ist der Schlusspunkt der Ökumenischen FriedensDekade. Deshalb feiern an diesem Tag auch in vielen Dresdner Kirchen evangelische und katholische Christen gemeinsam Gottesdienst.  So laden die evangelischen Gemeinden in den Dresdner Stadtteilen Tolkewitz, Leubnitz-Neuostra, Löbtau, Klotzsche, Leuben und in der Südvorstadt ihre katholischen Glaubensgeschwister ein. Umgekehrt feiern evangelische Christen mit ihren katholischen Mitchristen in der katholischen Pfarrei St. Marien in Dresden-Cotta.

Der Ökumenische Abschlussgottesdienst der Gebetskette zur Friedensdekade findet am 22. November um 18:00 Uhr in der Ev. Reformierten Kirche  am Brühlschen Garten 4 statt. Anschließend (19:30 Uhr am gleichen Ort: Reform. Kirche) spricht der Berliner Physiker und Bürgerrechtler Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, zum Thema: „Beherrschbare Atomenergie? – Fazit nach dem 20. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe“. Veranstalter sind das Ökumenische Informationszentrum in Kooperation mit dem Herbert-Wehner-Bildungswerk.
Am Buß- und Bettag, der im Freistaat Sachsen ein staatlich geschützter arbeitsfreier Feiertag ist, wird Landesbischof Jochen Bohl in einem Festgottesdienst um 9:30 Uhr in der Dresdner Kreuzkirche predigen. Das Evangelische Kreuzgymnasium veranstaltet mit Blick auf den Buß- und Bettag tags zuvor (21. November) wieder den „Tag des Glaubens“ mit Andachten, thematischen Unterrichtseinheiten und Informationen.

Die Idee der Ökumenischen FriedensdeDekade entstand in den Niederlanden. 1980 wurde sie gleichzeitig in Ost- und Westdeutschland aufgegriffen. Seitdem findet in jedem Jahr in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag die Ökumenische FriedensDekade statt. Mit ihrem Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“ spielte sie eine wichtige Rolle in der Bürger- und Friedensbewegung der DDR. Die Ökumenische FriedensDekade wird von Gemeinden der unterschiedlichen christlichen Konfessionen gemeinsam getragen. Damit stärkt sie die ökumenische Zusammenarbeit an der kirchlichen Basis und gibt zugleich dem Engagement der Kirchen für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung Ausdruck.

Ökumenische Friedensdekade

 

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