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Aktuelles

3. Dezember 2006

Landesbischof: Nicht abfinden mit der Not in dieser Welt

Das Zeichen von „Brot für die Welt“ ist für viele Menschen zum Segen geworden

Bild: Bäcker vor der Frauenkirche mit Stollenschnitten
Nach dem Gottesdienst: Übertrieben gut verpackte Stollenschnitten als Hinweis auf Aktion "Stollenpfennig" in Sachsen

DRESDEN – Aus Anlass der diesjährigen bundesweiten Eröffnung der evangelischen Aktion „Brot für die Welt“ in Dresden predigte Landesbischof Jochen Bohl im Festgottesdienst in der Frauenkirche. Er sprach von dieser Welt als Gottes guter Schöpfung, aber auch von der Verantwortung, in der die Menschen gestellt sind. Angesichts des heutigen Wissensstandes und des zur Verfügung stehenden Reichtums „sei genug für alle da“. ( Predigt... )
„Schreienden Gegensätze“ in der Wirklichkeit würden aber dem Willen Gottes, der sie geschaffen hat, entgegenstehen. Der Landesbischof illustrierte das am Beispiel der Flüchtlinge, die in diesem Jahr die „weißen Strände der Sonnenhungrigen“ erreichten. Hinsichtlich der zusammenrückenden Welt, sollte man angesichts des Unfriedens nicht kapitulieren, sondern sich im Vertrauen auf Gottes Schöpfung zur Liebe befreit sehen „die Stimme der Armen zu hören“: Bohl: Wir können in Frieden zusammen leben und in der einen Welt eine gemeinsame Zukunft in Gerechtigkeit gestalten.

Bild: Autor Mankell auf dem Festakt vor seinem Statement
Henning Mankell (r.) auf dem Eröffnungsfestakt

Der Landesbischof würdigte die Bedeutung der Initiative „Brot für die Welt“ der Evangelischen Kirche in Deutschland als ein Zeichen, das für viele Menschen zum Segen geworden sei. Mit der Hilfe, die sie bekommen haben, konnten die eigenen Kräfte gestärkt werden. Die Aktion hätte die Zukunft von Kindern gestaltet sowie den fairen Handel und damit das Bewusstsein bei den Empfängern gestärkt, „nicht verlassen, sondern von Liebe umfasst zu sein.
Der Gottesdienst wurde live von der ARD im Fernsehen ab 10:00 Uhr übertragen.

Im Rahmen der bundesweiten Eröffnung der 48. Aktion „Brot für die Welt“ unter dem Motto „Gottes Spielregeln für eine gerechte Welt“ hatte am Abend zuvor ein Festakt im Theater „Wechselbad der Gefühle“ mit zahlreichen Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft stattgefunden. Neben dem international bekannten Theatermann und Autor Henning Mankell nahmen unter anderen der Chef des Bundeskanzleramtes, Dr. Thomas de Maizière, und die sächsische Staatsministerin für Soziales, Helma Orosz, teil.

Bild: Ökumene-Referentin Jutta Berndt und Diakonie-Direktor Christian Schönfeld im Dialog
Jutta Berndt (l.) und OKR Christian Schönfeld

Der sächsische Diakonie-Chef Christian Schönfeld und die für Ökumenische Diakonie zuständige Referentin, Jutta Berndt, berichteten über die das Engagement von Christen in Sachsen für „Brot für die Welt“ und die hiesige Sonderaktion „Stollenpfennig“.

Mankel, der sich seit 30 Jahren im südlichen Afrika sozial engagiert, erzählte von seinen Erlebnissen beispielsweise in Mozambique. „Wir leben in einer furchtbaren Welt“, so sein Vorspruch zu seinen Beobachtungen von Armut, Analphabetismus, der mangelnden Gesundheitsfürsorge und der Situation von Frauen. Dennoch wollte er in seinem leidenschaftlichen Statement die Hoffnung nicht aufgeben, dass die „ärgerlichen“ und unnötigen Leiden nicht durch gemeinsames Handeln beseitigt werden könnten. Für den Schriftsteller sei die „schönste Welt, die Welt der Solidarität“.

 

Eröffnung von „Brot für die Welt“

Stollenpfennig


 

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