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Aktuelles

23. Dezember 2006

Landesbischof predigte zur 14. Weihnachtlichen Vesper vor der Frauenkirche

Bohl: Friedenssehnsucht in einer zerbrochenen Welt mache den Heiligen Abend so heilig

Bild: Besuchermenge vor der Frauenkirche zur Weihnachtlichen Vesper
Besucher der Weihnachtlichen Vesper 2006

DRESDEN – „Weihnachten ist kein Fest der Wirtschaft, sondern des Glaubens“, rief  Landesbischof Jochen Bohl in seiner Predigt vor der Dresdner Frauenkirche den über 20.000 Besuchern der traditionellen Weihnachtlichen Vesper am 23. Dezember in Erinnerung. Weihnachten sei nichts Alltägliches, sondern etwas besonderes, weil Gott in diese Welt gekommen sei und Frieden schenken wolle. Für Bohl hat die Welt nichts nötiger als die weihnachtliche Hoffnung, dass die Menschen bereit und willens sind, „in Frieden miteinander zu leben“. Diese Friedenssehnsucht in einer zerbrochenen Welt mache diesen Heiligen Abend so heilig.

Bild: Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche
Vesper 2006 vor der Frauenkirche

Der Landesbischof übte in seiner Predigt erneut Kritik an den Ladenöffnungen der zurückliegenden Adventssonntagen, wo er die Gefahr sieht, „das Heilige klein zu machen und das Alltägliche zu groß werden zu lassen“. Im Gegensatz zu früher, wo man sich schon immer zu Weihnachten beschenkte, stünde jetzt die Nachricht im Vordergrund, wie gut der geschäftliche Erfolg war. „Die Vorfreude auf Weihnachten, der besondere Reiz der Adventszeit werden benutzt, um wirtschaftliche Erfolge zu erzielen“, so Bohl. Er sieht in dieser Entwicklung die Folge, dass schließlich der Festtag zum Alltag würde. Schließlich sei und bliebe das Einkaufen etwas Alltägliches.

Bohl machte Mut, sich auf das Weihnachtsfest unverstellt zu freuen, so wie sich die Kinder von den Geschichten und dem Zauber anrühren lassen. Damit die Botschaft aufgenommen werden kann, werde in Wohnungen und Städten geschmückt, „damit es leicht wird, unsere Herzen und Sinne zu öffnen und zur Besinnung zu kommen“. Die Weihnachtsgeschichte würde gelesen und Geschenke seien Zeichen, dass Gott die Menschen in Jesus Christus beschenkt hat. Der Landesbischof sieht es als „gut“ an, „wenn schon die Kinder eingestimmt werden, denn die Erinnerung wird ihnen bleiben, was auch kommt.“

Predigt

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