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Aktuelles

22. April 2007

Alle Kirchen haben gewonnen – Walddorf in Sachsen besonders

Walddorf in der Oberlausitz gewinnt Zuschauergunst und 500.000 Euro

Bild: Volksfeststimmung vor der Walddorfer Kirche
Kirchplatz vor der TV-Übertragung

EIBAU – In Walddorf am Kottmar (Oberlausitz) kann die Sanierung der dortigen Dorfkirche in vollem Umfang beginnen. In der Gemeinschaftssendung von MDR FERNSEHEN und RBB „Ein Dorf wird gewinnen“ konnte Walddorf am 22. April die Zuschauer offenbar am besten überzeugen. Am Ende hatte das Telefon-Voting gereicht, um in einem Fernsehwettbewerb die 500.000 Euro gegen drei Mitbewerber Alt Krüssow (Brandenburg), Polleben (Sachsen-Anhalt) und Wechmar (Thüringen) zu gewinnen. In den aufregenden und spannenden zwei Stunden haben die Dorfbewohner verschiedene Aufgaben gelöst, um die Gunst der Zuschauer zu gewinnen. So gründeten sie unter anderem einen Glockenchor, der einen Hochzeitsmarsch aufführte, präsentierten den Zuschauern im MDR FERNSEHEN einen selbst gedrehten Werbespot und stellten ihr Dorf in einem phantasievoll gestalteten 60-Sekünder vor.

Bild: Marode Balken im Kirchturm
Nicht mehr tragfähige Dachbalken im Kirchturm

Jubel in Walddorf, das zu Eibau gehört. Aber eigentlich haben alle Dörfer durch diese Sendung gewonnen. Die drei Dörfer, die sich nicht über den Hauptpreis freuen konnten, haben keinen Grund zur Traurigkeit. Denn auch für ihre Kirchen wird ein stattlicher Geldbetrag ausgezahlt, der durch die vielen Anrufe und SMS zusammen kam. Das Preisgeld stiftete die gemeinnützige Stiftung KIBA (Stiftung zum Erhalt kirchlicher Baudenkmäler), die das Preisgeld aus Zuwendungen, Spenden und Sponsorengeldern bereitstellt. Die Stiftung ist auf dem Gebiet der Kirchensanierung seit vielen Jahren aktiv und sorgt dafür, dass viele Gebäude erhalten bleiben.
Sie wurde nicht nur aufgrund des desolaten Außenputzes und der Mauerrisse auf diese Kirche aufmerksam. Vielmehr ist das Turmhaubengebälk außerordentlich instabil.

Bild: Ortsvorsteher Münnich vor dem Kirchgemeindeschaukasten
Ortsvorsteher Münnich zuversichtlich (MDR-Bild)

Das Holz, vor längerer Zeit vom Wurm befallen und ausgedünnt, war mit unzulänglichen Materialien abgedeckt worden und nicht mehr tragbar.  Ein Gutachten über die Sanierungskosten des fast 280 Jahre alten Turms belaufen sich auf 430.000 Euro, die die 323 Gemeindeglieder der Schwesterkirchgemeinde von Eibau alleine nie aufbringen könnten. Wie der Zuschauer am Sonntagabend ab 20:15 Uhr sehen konnte, stand das ganze Dorf hinter der Gemeinde und insbesondere der Ortsvorsteher Frank Münnich, der im zentralen Übertragungsstudio in Leipzig live ganz bei der Sache war und für seinen Heimatort kämpfte. Nun bedankt sich Walddorf bei allen Zuschauern und Beteiligten für die tatkräftige Unterstützung.

Kirchbaustiftung

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