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Aktuelles

7. Mai 2007

Diakonie sammelt vom 11. bis 20. Mai für Ehe- und Lebensberatung

Entwertungserlebnisse müssen den benötigten Raum für Klärung und Neuorientierung erhalten

Bild: Wegeschilder auf den Wanderwegen

RADEBEUL - In den Kirchgemeinden der sächsischen Landeskirche wird vom 11. bis 20. Mai für Ehe-, Partnerschafts- und Lebensberatung des Diakonischen Werkes Sachsen gesammelt. Die Aktion wird am kommenden Freitag um elf Uhr vom sächsischen Diakonie-Direktor Christian Schönfeld auf dem Markt in Chemnitz eröffnet. Die vorhandenen elf Beratungsangebote der Diakonie im Freistaat sollen durch die Mittel der Haus- und Straßensammlung gesichert und um fünf neue Angebotsorte ergänzt werden.

Ehe-, Partnerschafts- und Lebensberatung erhält in einer Zeit der raschen Veränderungen eine neue Aufgabe: Die Lebensläufe der Menschen ändern sich von einem linearen Pfad des Lebens hin zu einem stärker zyklischen Leben, von der „Lebenstreppe“ zu einer „Spirale des Lebens“: In jeder Phase gibt es Abbruch und Neuanfang, im beruflichen und im privaten Leben.
Die damit verbundenen Veränderungsprozesse stellen für Menschen in Partnerschaften wie auch für Menschen ohne Partnerbeziehung eine große Herausforderung dar: Gestaltet werden müssen die Erfahrungen von Berufspendlern mit „Wochenend-Ehen“ sowie das Leben in Fernbeziehungen. Entstehende Sinnfragen aufgrund von Entwertungserlebnissen in der Arbeitswelt benötigen Raum für Klärung und Neuorientierung.

Nicht immer kann das allein bewältigt werden. „Das ist meist der Zeitpunkt der Anmeldung in der Ehe-, Lebens- und Familienberatungsstelle“, weiß Wilfried Jeutner, Referent für Psychologische Beratungsdienste des Diakonischen Werkes Sachsen. „Diakonische Beratungsstellen wissen sich dem christlichen Auftrag verpflichtet, Menschen in Notsituationen anzunehmen, Beratungsprozesse können neue Hoffnung, Orientierung und Sinnstiftung bewirken.“

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