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Aktuelles

28. Juni 2007

Zehn Jahre „Haus der Stille Grumbach“

„Ein bisschen klösterlich, ein bisschen heimelig“

Bild: Haus der Stille im Grün
Haus der Stille bei Grumbach

GRUMBACH - Mit einem Freundesfest begeht das „Haus der Stille Grumbach“ bei Meißen am 30. Juni sein zehnjähriges Bestehen. In dem über 200 Jahre alten Gebäude wurden bereits früher Exerzitienangebote gemacht. Seit 1997 gibt es aber kontinuierlich ein- oder mehrtägige Kurse für Menschen, die Besinnung in Exerzitien, christliche Spiritualität oder einfach nur die Ruhe suchen. Zum Jubiläumstag, der um 14:00 Uhr mit einem Abendmahlsgottesdienst in der Grumbacher Kirche beginnt, sind Kursteilnehmer, Referenten und Unterstützer des Hauses eingeladen. Während des Tages wird es einen historischen Rückblick, Stille-Angebote und schließlich einen Abend mit internationaler Folkmusik geben. Seit sieben Jahren leitet Pfarrer Heiner Bludau die Geschicke des Hauses und organisiert das vielseitige Programm.

Bild: Andachtsraum unter der Dachschräge
Andachtsraum und Raum der Stille

„Ein bisschen klösterlich, ein bisschen heimelig“, so beschreibt Bludau die Atmosphäre des Geländes mit großem Garten in idyllischer Landschaft. Im Haus selbst bieten schlichte aber schöne Einzelzimmer für bis zu 14 Personen Platz. Unter dem Dach befindet sich eine Hauskapelle als gemeinsamer Ort für die Einkehrtage. Um sich aus dem „Getriebe des Alltags zurückziehen zu können“, finden viertägige Schweigeretraiten, Besinnungstage, zehntägige Einzelexerzitien und Meditationsangebote statt, so der Seelsorger. Die Teilnehmer seien von Geschlecht und Alter gemischt und meist kirchlich engagiert. Neben einer zunehmenden Anzahl von Pfarrern und kirchlichen Mitarbeitern würden auch Menschen ohne kirchliche Bindung kommen. Die Attraktivität in dem überschaubaren Anwesen sieht Bludau auch in der Hauswirtschaft und besonders in der Küche, wo „liebevoll auf Details geachtet wird“.

Bild: Gesprächsrunde auf dem Gartengrundstück
Freundestreffen mit einer größeren Anzahl von Teilnehmern

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Einkehrtagen (Retraiten) bereits zu DDR-Zeiten wurde die Retraitenarbeit seit 1984 schrittweise vom Vorgänger, Pfarrer Christian Schreier, aufgebaut. Es sei eine „Initiative von unten“ gewesen, die Grumbach letztlich zur anerkannten Einrichtung der Landeskirche machte, schreibt Pfarrer Bludau in der Einladung zum diesjährigen Freundesfest.
Wer das renovierte Kleinod zur persönlichen Einkehr kennen lernen will, kann das Angebot eines Stillen Tags, der ein- bis zweimonatlich stattfindet, wahrnehmen. Der nächste Stille Tag wird am 26. September angeboten. Ein Anruf genügt, um sich dann zum Termin um 9:00 Uhr bei Kaffee oder Tee mit anderen Treffen zu treffen, um das Haus zu erkunden. Im Haus der Stille sind Gruppen genauso gerne gesehen wie Einzelgäste in der belegungsfreien Zeit.

Haus der Stille Grumbach

 

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