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Aktuelles

12. Juli 2007

Landesbischof Bohl sieht in Rom-Erklärung Rückschlag für Ökumene

In der Sächsischen Zeitung vom 12. Juli äußerte sich Bohl zu der Frage: „Finden Protestanten und Katholiken je zueinander"?

Bild: Landesbischof Jochen Bohl mit Bischof Huber
Landesbischof Jochen Bohl

DRESDEN - Aufgrund der Erklärung aus Rom bedauert Landesbischof Jochen Bohl den Rückschlag in der Hoffnung auf eine weitere positive Entwicklung in der Ökumene. Er sieht in der Auffassung des Vatikans, dass die Kirchen der Reformation nicht „Kirchen im eigentlichen Sinn“ seien, eine „Selbstisolation der römischen Theologie“, der jedes Gespür für die „Begrenztheit der eigenen Position“ abgehe. Auf diesem Wege gäbe es daher kein Weiterkommen, weil es hier an einem vertieften Verständnis des christlichen Glaubens in seinen unterschiedlichen Ausprägungen fehle.

Die lutherischen Kirchen würden nach Aussage Bohls weiterhin aus ihrem Bibelverständnis für die Kirche ableiten, dass es in ihr kein unfehlbares Lehramt geben könne. Er macht zudem deutlich, dass Frauen und Männer gleichermaßen in die Ämter der Kirchen berufen sind und sich nicht durch eine besondere Weihe von den Gemeindegliedern unterschieden.

Zur ökumenischen Situation in Sachsen erinnert der Landesbischof an das 900. Jubiläum des Bischofs Benno im letzten Jahr, wo es eine gemeinsame Ökumenische Andacht im Meißner Dom mit Bischof Joachim Reinelt gab. So sei hier bei den Christen eine große Freude über das gemeinsame Miteinander zu spüren gewesen, so Bohl. An dem, was hier in den letzten Jahren an Gemeinsamkeit gewachsen sei, solle daher weiter festgehalten werden.

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