9. September 2007
Kirche zum Tag der Sachsen in Reichenbach

Aus der Marienkirche wurde an drei Tagen eine "Singende, klingende Kirche"

Unter dem Motto „Wege mit Zukunft“ beteiligten sich die Kirchen vom 7. bis 9. September im vogtländischen Reichenbach am 16. „Tag der Sachsen“. Mit einer Bühne, zahlreichen Ständen kirchlicher Einrichtungen und Verbände sowie mit einem permanenten Musikprogramm in der Marienkirche unweit vom Park des Friedens, haben die Kirchen auf dem größten sächsischen Heimatfest wieder zum Verweilen und Mitmachen für Kinder und Erwachsene eingeladen. Am Sonntag feierten über 500 Festgäste und Gemeindeglieder der Stadt an der Trinitatiskirche vor der Bühne des MDR einen ökumenischen Gottesdienst.

Auf der Kirchenbühne im Park des Friedens war an drei Tagen ein tolles Programm mit vielen Bands und Liedermachern zu erleben. Am Sonnabendnachmittag wurden insbesondere Kinder durch das Marionettentheater „Kreuzschnabel“ aus Schönheide und durch Zirkusdarbietungen angesprochen worden. Unmittelbar um diesen Platz gruppierten sich Stände christlicher Vereine, Verbände und Kirchgemeinden der Region zu einer „Kirchenmeile“. Ein Künstler gestaltete mit Kindern eine zehn mal zwei Meter große Malwand, aus dem sich nach und nach ein Puzzle zu einer Geschichte aus der Bibel zusammensetzte.
Ein paar Meter weiter wurde die Marienkirche eine „Singende, klingende Kirche“, wo zwischen drei Tagesandachten zu jeder halben Stunde ein an anderes Musikprogramm zu hören war.
In dieser Kirche haben im Wechsel Organisten ihr Können zu Gehör gebracht, Jugend- und Kinderchöre gesungen sowie die Sächsische Posaunenmission mehrfach das Programm bestritten. In der südwestlich gelegenen Peter-Paul-Kirche am Kirchplatz wird über den Tag der Sachsen hinaus, eine Ausstellung über die sächsische Landeskirche zu sehen sein.
Für Pfarrerin Ulrike Penz aus Mylau, die im Vorbereitungsteam mitgearbeitet hatte, gab es gute Kontakte mit Besuchern. Insbesondere hob sie die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den kirchlichen Organisatoren hervor. Zwischen den Kirchen sei ein "verstärktes ökumenisches Miteinander" vor und während des Festes gewachsen. Die Pfarrerin sah "sehr viel Engagement auf allen Seiten". Die Aktivitäten von ‚Kirche zum Tag der Sachsen‘ sollten nach Penz dazu dienen, „dass Menschen, gerade auch solche, die sonst mit Kirche wenig zu tun haben, etwas von den Gemeinden und vom Glauben erfahren“.

Gemeinsamer Stand von "Kontaktstelle Kirche" aus Dresden und Leipzig
Neben geistlich-besinnlichen Angeboten feierten die Gemeinden auch kräftig mit. So nahmen sie gemeinsam am Sonntagnachmittag mit diakonischen Vereinen am großen Festumzug teil, wo Menschen dargestellt werden, die in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart durch den Dienst in der Kirche anderen eine Hilfe waren und sind. 20 verkleidete Personen begleiteten einen Planwagen mit einem Kirchenmodell.
Anfang Oktober wird es ein Auswertungstreffen der Organisatoren von Kirche zum Tag der Sachsen geben. Das Wetter an den drei Tagen wird angesichts der Regenhäufigkeit sicherlich in keiner guten Erinnerung bleiben.
Programm zu Kirche zum Tag der Sachsen


