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Aktuelles

26. September 2007

Vorbereitungen für Landeskirchenmusiktage abgeschlossen

Freunde der Kirchenmusik sind aus Nah und Fern willkommen

Bild: Programmheft
Programmheft als Begleiter für die Tage

CHEMNITZ / DRESDEN – „Alle Vorbereitungen zu den bevorstehenden Landeskirchenmusiktagen in Chemnitz und Umgebung sind abgeschlossen und wir erwarten mit Freude alle aktiven Teilnehmer und Besucher des umfangreichen Programms“. Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger zeigte sich erleichtert, dass bis zum Beginn am 3. Oktober „alles auf den Punkt gebracht sein wird“. Bis zum Abschluss am 7. Oktober erwarten die Initiatoren, darunter das Kirchenchorwerk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, bis zu 4.500 Sängerinnen und Sänger, Instrumentalisten sowie Seminar- und Exkursionsteilnehmer. Das jetzt vorliegende zusammenfassende 44-seitige Programmheft mache deutlich, dass es sich bei den Landeskirchenmusiktagen nicht nur um ein „großes Platzkonzert“ handele, so Leidenberger. Unter dem Motto „Lebensklang“  finden in und um Chemnitz über 40 Veranstaltungen statt.  Höhepunkt und Abschluss werden am 7. Oktober um 10:00 Uhr Gottesdienste mit Kantoreien aus allen Teilen Sachsens in zwölf Chemnitzer Kirchen sein sowie nach mehreren Matineekonzerten zur Mittagszeit die Abschlussveranstaltung mit allen Chören um 15:00 Uhr auf dem Theaterplatz. Am Vormittag wird ein Hörfunkgottesdienst aus der Chemnitzer Schloßkirchgemeinde bei MDR FIGARO übertragen. Zur Abschlussveranstaltung auf dem Theaterplatz werden Landesbischof Jochen Bohl und die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig erwartet.

Bild: Chor Schloßkirchgemeinde und Heinrich-Schütz-Kantorei Chemnitz
Konzert in der Chemnitzer St. Petrikirche

Für den 3. Oktober finden bereits in drei Chemnitzer Kirchen und zeitgleich in Annaberg, Flöha, Glauchau, Rochlitz, Schneeberg, Schwarzenberg, Stollberg und Zwickau zeitgleich um 17:00 Uhr Konzerte statt. Am Abend gibt es in Chemnitz in der Schloßkirche einen Abend der Begegnung und anschließend einen Empfang für Organisatoren, Medienvertreter und Ehrengäste. Am Donnerstag wird ein „Orgelspaziergang“ zu vier Chemnitzer Kirchen angeboten. Mit jeweiligem Musikprogramm beginnt die Tour um 19:00 Uhr in der St. Andreaskirche und endet mit freien Improvisationen für Schlagzeug & Orgel um 22:00 Uhr in der Kreuzkirche. An diesem Tag finden auch drei Seminare zu Kinderchorleitung, Orgelbegleitung und Öffentlichkeitsarbeit statt, die am nächsten Tag fortgeführt werden. Insbesondere zum Kinderchorleitungsseminar haben sich mit über 100 Personen besonders viele Teilnehmer angemeldet. Am Freitag und Sonnabend gibt es in der St.-Pauli-Kreuzkirchgemeinde in der Henriettenstraße die Gelegenheit, Notenmaterial zu kaufen oder zu tauschen. Für den Freitag, 5. Oktober, steht in den städtischen Kunstsammlungen um 17:00 Uhr ein Podiumsgespräch über die Bedeutung der Kirchenmusik in der Gesellschaft mit Vertretern aus Kirchenmusik und Kultur auf dem Programm.

Bild: Plakat zur Kinderoper

Ein anspruchsvolles und selten gehörtes Werk führen am Freitag, 5. Oktober, in der St. Petrikirche um 19:30 Uhr die Kantorei der Schlosskirche, die Heinrich-Schütz-Kantorei zusammen mit der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz auf. Unter Leitung von Siegfried Petri wird das Oratorium „Moses“ von Max Bruch (1838-1920) zu hören sein.
Ebenfalls zu den besonderen Aufführungen gehört die Umsetzung eines Chorprojekts zu Frank Martinis (1890-1974) „In Terra Pax“, das in den Tagen zuvor von Professor Christfried Brödel einstudiert wurde und am 6. Oktober zur Aufführung kommt. Der  Konzertabend beginnt zunächst um 19:30 Uhr in der Kreuzkirche mit der Uraufführung einer Auftragskomposition für die Landeskirchenmusiktage von Stefan Jänke (*1975) „…und dann kommt auch der Frieden“. Mehrere Chöre und die Erzgebirgische Philharmonie Aue bringen das Chorwerk unter Leitung von Jens Staude zu Gehör.
Vor diesem abendlichen Doppelkonzert wird am Nachmittag um 16:00 Uhr in der St. Markuskirche eine Kinderoper zur Geschichte der Arche Noah unter Leitung von Martina Hergt zu erleben sein. Das szenische Kindermusical von Johannes Matthias Michel (*1962) wurde im Rahmen einer zurückliegenden Kurrendelehrwoche eingeübt.
Am Sonntag werden zeitgleich in Gottesdiensten um 10:00 Uhr in zwölf Chemnitzer Kirchen von Gospel, Gregorianik über das Kurrendesingen bis zu Kantatenchorwerken jeweils eigene kirchenmusikalische Akzente gesetzt. Vor der Abschlussveranstaltung auf dem Theaterplatz finden zwischen 12:15 und 13:00 Uhr in den Innenstadtkirchen ebenfalls spezielle Konzertangebote statt.

Bild: Chor singt auf Empore

Die von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Stadt Chemnitz geförderten Landeskirchenmusiktage finden mit Chemnitz an dem Ort statt, wo sich 1888 das Kirchenchorwerk gegründet hatte. Die letzten Landeskirchenmusiktage wurden 1991 in Dresden durchgeführt. Für Kantor Jens Staude, Landesobmann des Kirchenchorwerks der Landeskirche, sind diese Tage nicht nur ein „Miteinander“, sondern auch ein „großes Füreinander“. „Immerhin singen wir für andere und wollen Gottes Wort auf diese eindrucksvolle und vielgestaltige Weise zum Klingen bringen“, so Staude. Die Chöre freuten sich auf das gemeinsame Großereignis. Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger sagt: Neben den Tagen von geöffneten Kirchen haben wir es hier mit „Tagen der geöffneten Kirchenmusik“ zu tun. Schließlich seien alle Veranstaltungen öffentlich und einige Konzerte wie beim Orgelspaziergang, die Kinderoper und die Matineekonzerte mit freiem Eintritt.

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