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Aktuelles

28. September 2007

Einführungsgottesdienst für zwei Oberlandeskirchenrätinnen

Bild: Blick zur Gemeinde im Dom

Der Einführungsgottesdienst beschloss ein Treffen aller Superintendenten

DRESDEN / MEISSEN – Im Dom zu Meißen wurden am 28. September die juristische Dezernentin Dr. Jördis Bürger (35) und die theologische Dezernentin Almut Klabunde (53) in einem Gottesdienst als Oberlandeskirchenrätinnen durch Landesbischof Jochen Bohl in ihre neuen Ämter eingeführt. Er sprach in seiner Predigt davon, dass die Übernahme eines Leitungsamtes in eine Zeit falle, wo die Situation im Lande und in der Kirche von „Ungleichzeitigkeiten“ bestimmt sei. Hier wäre ein vergrößerter „Abstand von Schwachen und Starken“ zu beobachten, so Bohl. Vor diesem Hintergrund könne die Leitungsaufgabe „nicht anders als ein Dienst beschrieben werden“. Für den Landesbischof sei die Theologie im Alltag nicht ohne Sorgen, aber mit Zuversicht, und so wünschte er den zukünftigen Dienst für die beiden „in einer guten Gemeinschaft“.
Der Gottesdienst bildete zugleich für die sächsischen Superintendenten den Abschluss ihrer viertägigen Dienstberatung in der Evangelischen Akademie Meißen.

Bild: Dr. Jördis Bürger wird beglückwünscht
Handschlag nach dem Segen - Dr. Jördis Bürger

Dr. Jördis Bürger, die Anfang dieses Jahres von der Kirchenleitung zum Mitglied des Landeskirchenamtes gewählt und im Mai zur Oberlandeskirchenrätin ernannt wurde, befindet sich derzeit noch in der Elternzeit ihres dritten Kindes. Sie war seit Anfang 2005 juristische Referentin im Landeskirchenamt und wird zukünftig als Dezernentin für das Dienst- und Arbeitsrecht sowie für Personalangelegenheiten zuständig sein.
Die gebürtige Dresdnerin vertiefte nach dem Abitur 1991 ihre Sprachkenntnisse während eines einjährigen Frankreichaufenthaltes. Jördis Bürger nahm anschließend das Jurastudium in Dresden auf und schloss ihr Referendariat am Oberlandesgericht Dresden 1999 mit der Zweiten Juristischen Staatsprüfung ab. Während der anschließenden Tätigkeit in einer Dresdner Rechtsanwaltskanzlei begannen ihre Studien zu einer juristischen Dissertation, die sie Anfang Februar 2006 mit summa cum laude abschließen konnte.

Bild: OLKR Almut Klabunde empfängt den bischöflichen Segen
OLKR Almut Klabunde

Pfarrerin Almut Klabunde, die am 1. August dieses Jahres als erste weibliche theologische Dezernentin ihre Tätigkeit im Landeskirchenamt aufnahm, war zuvor sechs Jahre Referentin für besondere Seelsorgebereiche u.a. in Krankenhäusern, der Polizei und der Bundewehr zuständig.
Die gebürtige Vogtländerin wuchs bei Zwickau auf, wo sie 1973 ihr Abitur machte und danach in Leipzig Evangelische Theologie studierte. Ab 1989 war Klabunde Pfarrerin in Meißen und wechselte 1991 in den Dienst der Pommerschen Evangelischen Kirche (PEK) als Leiterin der aufzubauenden Schulabteilung im dortigen Greifswalder Konsistorium. Sie übernahm die kommissarische Leitung des Theologisch-Pädagogischen Instituts und wurde 1997 Konsistorialrätin. Nachdem ihr Mann die Superintendentenstelle in Großenhain übernahm, wechselte auch sie ein Jahr später (2001) zurück nach Sachsen.
Die jetzigen Aufgabenfelder von Oberlandeskirchenrätin Almut Klabunde sind die Diakonie, die Evangelischen Jugend, die Bildungsarbeit im Zusammenhang mit evangelischen Kindergärten und Schulen sowie die Gemeinde- und Religionspädagogik, einschließlich der Ausbildungsstätten in diesen Bereichen. Ebenso ist sie die theologische Ansprechpartnerin für gesellschaftliche Fragen. Als Gebietsdezernentin wird sie für die Kirchgemeinden in den Kirchenbezirken der Kirchenamtsratsbereiche Chemnitz und Zwickau zuständig sein.
Almut Klabunde lebt in Großenhain und hat zwei erwachsene Söhne und zwei erwachsene Töchter.
 

Frühere Beiträge zu den Personen

Dr. Bürger als Delegierte auf GEKE-Versammlung

Pfarrerin Klabunde zum Dienstantritt

 

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