24. Oktober 2007
Über 200 sächsische Religionslehrer treffen sich zu einem Fachtag in Leipzig
Seit 15 Jahren Evangelischer Religionsunterricht an sächsischen Schulen
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RU in der Grundschule selbstverständlich
DRESDEN - Auf einer Festveranstaltung anlässlich des diesjährigen Leipziger Religionslehrertages am 2. November, an dem auch Landesbischof Jochen Bohl teilnehmen wird, werden über 200 Religionslehrer aus Sachsen im Neuen Rathaus in Leipzig erwartet. Zu Beginn des Religionslehrertages sollen neben der Rückschau auf 15 Jahre Evangelischen Religionsunterricht in Sachsen auch aktuelle Trends und Aufgaben zur Sprache kommen. Als Gesprächspartner hat der sächsische Staatsminister für Kultus, Steffen Flath, sein Kommen zugesagt. Zum Religionslehrertag, der zum sechsten Mal stattfindet, hatte die Landeskirche zusammen mit der Theologischen Fakultät der Leipziger Universität eingeladen. Oberlandeskirchenrätin Almut Klabunde aus Dresden wird um 9:30 Uhr diesen Fachtag eröffnen.
Der Dank gelte an diesem Tag den engagierten Lehrkräften, Fachberatern und den Schulverwaltungen, die es nach „anfänglichen Bedenken und Schwierigkeiten geschafft haben, den Religionsunterricht als reguläres Unterrichtsfach zu verankern“, sagt die neue Bildungsreferentin im Landeskirchenamt, Gabriele Mendt aus Dresden. Für Mendt biete der Religionslehrertag Raum, „Entwicklungen aufzuzeigen und anstehende Aufgaben in den Blick zu nehmen“. Der Religionsunterricht böte in der Selbstreflektion bei Schülern die Möglichkeit, sich mit den Werten christlicher Tradition und mit anderen Religionen auseinanderzusetzen, um damit „unverzichtbares Wissen sowie Fähigkeiten für die Gegenwart zu entwickeln“.
Mit einem Vortrag und acht Werkstattangeboten beginnt mittags die unterrichtsbezogene Fortbildung, die zu den wichtigen Anliegen des Leipziger Lehrertages gehört. Im diesem zweiten Programmteil des Tages geht es thematisch um „Zeichen und Wunder“ im Verständnis von Schülern unterschiedlicher Altersstufen in der Auseinandersetzung mit biblischen Wundergeschichten als Hoffnungsgeschichten, sowie deren Einbeziehung in Schulandachten und Schulgottesdiensten.
Seit 2002 werden die Leipziger Religionslehrertage vom Religionspädagogischen Institut in Leipzig organisiert. Initiator ist der dortige Lehrstuhlinhaber Professor Dr. Helmut Hanisch.
Der Evangelische Religionsunterricht wird im Freistaat Sachsen von insgesamt 940 Lehrkräften in allen Jahrgangsstufen erteilt. Mit über 90.000 Schülerinnen und Schüler auf dem Gebiet der Landeskirche liegt der Anteil bei über 20 Prozent der Gesamtschülerzahl. Neben den staatlichen Religionslehrern unterrichten 186 sächsische Pfarrer und Pfarrerinnen sowie über 400 Gemeindepädagogen das ordentliche Schulfach mit etwa 40.000 Schülerinnen und Schüler, das zunehmend entsprechend den gesetzlichen Vorgaben in zwei Wochenstunden unterrichtet wird.
Die Erfahrungen in den letzten Jahren zeigen, dass gleichberechtigt zu den Fächern Katholische Religion und Ethik die rechtzeitige schulische Information bei Elternabenden sowie ohne Hindernisse bei der Stundentafel mittlerweile ein ordentlich besetzter Kurs Normalität ist.


