16. November 2007
Herbsttagung der 25. Landessynode in Dresden
80 Synodale kommen zum letzten Mal in dieser Legislatur zusammen

Eröffnung der Herbsttagung
DRESDEN – Die diesjährige Herbsttagung der 25. Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens wurde am Vormittag des 16. November von Synodalpräsidentin Gudrun Lindner in der Dresdner Dreikönigskirche eröffnet. Zu Sitzungsbeginn und vor den Beratungen in den Ausschüssen wies sie auf den Ablauf der sechsjährigen Legislatur hin, an deren Ende die Wahlen zur 26. Landessynode im Januar 2008 stehen werden.
Im Mittelpunkt der viertägigen Beratungen der 80 Synodalen stehen die Behandlung des Haushaltgesetzes für den Haushaltplan 2008 und die Berichte des Landesbischofs, der Kirchenleitung und des Landeskirchenamtes auf der Tagesordnung. Des Weiteren wird am Sonn-abend der Bericht des Leipziger Missionswerkes durch Missionsdirektor Michael Hanfstängl vorgetragen. Am 19. November endet die Herbsttagung im Haus der Kirche in Dresden.
Die Haushaltplanung für 2008 sieht in der Vorlage ein Gesamtvolumen von rund 165 Millionen Euro gegenüber dem ursprünglichen Ansatz der Planungen für das laufende Jahr von 149 Millionen Euro vor. Die voraussichtliche Steigerung der Kirchensteuereinnahmen um 8,5 Prozent von diesem auf das nächste Jahr ist vor allem auf Steuererhöhungsgesetze und die bessere Konjunktur zurückzuführen.
Durch die somit entspannte Haushaltlage können die Konsolidierungsmaßnahmen fortgeführt, mit der Einrichtung einer Pensionsrücklage der Deckungsgrad bei der kirchlichen Altersversorgung erhöht sowie evangelische Schulen unterstützt werden. Für eine vor der Gründung stehenden Schulstiftung der Landeskirche ist eine Anfangsfinanzierung von 2,5 Millionen Euro vorgesehen. Die erste Beratung des Haushaltgesetzes ist für Sonnabend geplant.

Neben der Rechnungslegung für 2006 stehen Kirchengesetze u.a. zur Vereinbarung über die Kirchenmitgliedschaft in besonderen Fällen sowie ein Kirchengesetz zur Änderung des Kirchengesetzes über die Kirchenbezirke an. Dabei handelt es sich nicht um die im Gespräch befindliche Veränderung der Anzahl der Kirchenbezirke, sondern um die Zusammensetzung der Kirchenbezirkssynoden. Allerdings wird am Sonntag seitens des Landeskirchenamtes über den gegenwärtigen Sachstand der Kirchenbezirksreform berichtet, die durch die Landessynode angeregt worden war.
Am Abend des ersten Sitzungstages (16. November) wird von Delegierten der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Sibiu/Hermannstadt im September d.J. ein Bericht erwartet und vorgetragen.
Der Bericht der Kirchenleitung reflektiert den Umgang mit dem so genannten Impulspapier der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) in der Landeskirche sowie die weitere Diskussion nach dem Zukunftskongress in Wittenberg. Die Rezeption der „Leuchtfeuer“ vom Dezember 2006 führte zu Schwerpunktimpulsen mit eigener Gewichtung bei Aufgaben und Zielen. Es entstand in der Konsequenz zum Motto „Kirche der Freiheit“ eine Gedankenreise in die Zukunft (2017), deren Beschreibung als A4-Faltbogen den Kirchgemeinden zugeschickt wurde. Der Kirchenleitungsbericht resümiert die bisherige Entwicklung mit der Erwartung, Spielräume zu nutzen, um „unsere Kirche äußerlich gut durch das kommende Jahrzehnt bis zum 500. Reformationsjubiläum zu bringen.“


