19. November 2007
Tagung der 25. Landessynode in Dresden beendet
Lindner hat mit Beharrlichkeit und Augenmaß Entwicklungen vorangetrieben

Präsidium am letzten Sitzungstag
DRESDEN – Die diesjährige Herbsttagung der 25. Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ging am Nachmittag des 19. November zu Ende. Mit dieser Tagung kamen die 80 Synodalen zum letzten Mal zusammen, bis es nach den Wahlen im Januar 2008 zur Konstituierung der 26. Landessynode im Juni kommen wird. Synodalpräsidentin Gudrun Lindner hat auf dieser Tagung, die am 16. November in der Dresdner Dreikönigskirche begann, ihren Abschied aus dem 18-jährigen synodalen Geschehen bekannt gegeben.
„In dieser Zeit hat Gudrun Lindner Gemeinschaft gestiftet und mit Beharrlichkeit und Augenmaß Entwicklungen vorangetrieben, würdigte Landesbischof Jochen Bohl ihren segensreichen Einsatz für die Landeskirche. Lindner selbst hält die 12 Jahre ihres Leitungsamtes für einen „angemessenen Zeitraum“, um danach auch etwas anderes machen zu können.
Bezogen auf diese Tagung hob sie zwei beschlossene Anträge hervor, wo es einerseits um die Stärkung der Arbeitsbereiche für missionarische Gemeindeentwicklung geht und zum anderen um die stärkere Berücksichtigung und Einbindung bei der Berufung von Jugendlichen in die zukünftige Synodalarbeit. Die Synode hatte auch auf dieser Tagung der Diskussion um die Verwaltungsreform breiten Raum gelassen. Letztlich sei die Konzeption, „so wie sie ist, von den Synodalen bestätigt“ worden, sagte die Synodalpräsidentin.

Synodale in den letzten Voll-Zügen der Beratung
Die Haushaltplanung für 2008 sieht nach der Beschlusslage ein Gesamtvolumen von rund 165 Millionen Euro vor und blieb unverändert und ohne gravierende Diskussionen im vorgegebenen Rahmen. Durch höhere Kirchensteuereinnahmen ergibt sich eine entspannte Haushaltlage, die für die Fortführung von Konsolidierungsmaßnahmen genutzt werden soll. Neben der Einrichtung einer Pensionsrücklage, wo der Deckungsgrad bei der kirchlichen Altersversorgung erhöht werden soll, wird die jetzt neu zu gründende Schulstiftung seitens der Landeskirche mit schließlich 4,5 Millionen Euro Unterstützung erfahren, um damit evangelische Schulen zu unter-stützen.
Am Sonntag wurde seitens des Landeskirchenamtes über den gegenwärtigen Sachstand der Kirchenbezirksreform berichtet, die durch die Landessynode angeregt worden war. Fazit ist, dass im vorgegebenen Rahmen weitergearbeitet wird, so dass mit den Beschlüssen der gesetzlichen Grundlagen im Jahre 2009 zu rechnen ist.

Blumengrußwünsche für die Präsidentin
Am 16. November berichteten vier Delegierten der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Sibiu/Hermannstadt im September d.J. über ihre Einrücke. und Erfahrungen.
Der Bericht der Kirchenleitung reflektierte den Umgang mit dem so genannten Impulspapier der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) in der Landeskirche sowie die weitere Diskussion nach dem Zukunftskongress in Wittenberg. Die Rezeption der „Leuchtfeuer“ vom Dezember 2006 führte zu Schwerpunktimpulsen mit eigener Gewichtung bei Aufgaben und Zielen.
Der Landesbischof thematisierte in seinem Bericht die Einheit der Kirche angesichts der heutigen, von Individulisierung geprägten Menschen. „Es ist schwieriger geworden, den Zusammenhalt zu sichern, so Bohl. Das Problem müsse gesehen und benannt werden, „nicht nur für die eigene Dimension“. Die Einschätzung des Landesbischofs zum gegenwärtigen Stand der ökumenischen Beziehungen nahm im zweiten Teil seines Berichts einen breiten Raum ein.(19.11.07)


