Navigation überspringen

Aktuelles

22. November 2007

Landesbischof warnt vor Gleichgültigkeit und Beliebigkeit

Bohl: Tag für Tag fallen Schwache den Stärkeren zum Opfer

Bild: Landesbischof Bohl predigt
Predigt in der Kreuzkirche

DRESDEN - Der sächsische Landesbischof Jochen Bohl hat zum Buß- und Bettag vor Gleichgültigkeit und Beliebigkeit gewarnt. "Es gibt Mitmenschen, die sich treiben lassen und in den Tag hineinleben, ohne über Ziele oder Grundsätze jemals nachgedacht zu haben", sagte er in seiner Predigt am Mittwoch in der Dresdner Kreuzkirche. Aber dafür sei das Leben zu kompliziert und gefährlich.

Aus scheinbar kleinen Irrtümern in der Unterscheidung von Gut und Böse könne großes Unheil erwachsen. Menschen, die eng zusammenlebten, entzweiten sich aus nichtigen Gründen. "Wir erschrecken angesichts der Gewaltverliebtheit eines Teils unserer Jugend. Tag für Tag fallen Schwache den Stärkeren zum Opfer", so der Bischof.

Von dieser Realität sei es ein weiter Bogen bis zum ernsthaften Versuch, "Gott zu begegnen" und der Hoffnung, mit ihm leben zu können. Angesichts von Kriegen, Ungerechtigkeit und dem Diktat des Geldes sei es "gut und richtig", den Buß- und Bettag zu begehen, sagte Bohl weiter.

Der Feiertag ist nur noch in Sachsen gesetzlich geschützt. In den anderen Bundesländern wurde er zur Finanzierung der Pflegeversicherung 1995 als arbeitsfreier Tag abgeschafft. ( epd© 21.11.2007 )

Predigt im Wortlaut

Buß- und Bettag in Sachsen

Schriftgrösse
[A]
[A]
[A]
Link-Tipps