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Kirchen zum Tag des offenen Denkmals

In Dresden bieten auch Friedhöfe ein Besucherprogramm

Bild: Führung im Kirchenraum

Unter dem Motto „Vergangenheit aufgedeckt – Archäologie und Bauforschung“ steht der diesjährige „Tag des offenen Denkmals“, der am 14. September bundesweit begangen wird. Neben vielen unterschiedlichen Objekten, die traditionell an diesem Tag zu bestaunen sind, gehören auch in Sachsen vielerorts die geöffneten Kirchen. Von ihrer Gesamtzahl her dürften sie die meisten Gebäude einer Kategorie im Rahmen dieses Besuchertages stellen. In der sächsischen Landeskirche stehen über 90 Prozent der 1.600 genutzten Kirchen und Kapellen unter Denkmalschutz und sind älter als 80 Jahre. Trotz der historischen Architektur der Gebäude und Anlagen kann man sie nicht in Anlehnung des Mottos als aufzudeckende Relikte der Vergangenheit bezeichnen, denn sie sind bis heute lebendiger Mittelpunkt einer christlichen Gemeinde. Das wird gerade an den Orten erlebbar, wo am gleichen Tag vormittags Gottesdienste stattgefunden haben und anschließend die Wahlen zu den neuen Kirchenvorständen durchgeführt werden. Diese Wahlen bedeuten Bewegung in der Gemeinde und weisen in die Zukunft.

Bild: Erklärung vor dem Kirchturmuhrenwerk

Einige Kirchgemeinden feiern bereits mit Festgottesdiensten, so wie in Dresden-Wilschdorf, ihr Erntedankfest und schmücken die Kirche mit Erntegaben und –kränzen oder feiern Kirchweihfest wie in Podelwitz bei Leipzig.
Natürlich werden die architektonischen und kunsthistorischen Betrachtungen durch angebotene Führungen und Vorträge sowie die Möglichkeit von Turmbesteigungen nicht zu kurz kommen. So bieten einige Kirchgemeinden ein regelrechtes Tagesprogramm an, wo nachmittags oder abends noch zu Konzerten eingeladen wird. So gibt es in Kamenz u.a. ein Doppelturmblasen von der Hauptkirche und vom Roten Turm. Des Weiteren Konzerte in Chemnitz, Dresden, Leipzig sowie in Reichenbach, wo Orgelmusik für vier Hände im Archidiakonat erklingt. In Oschatz lädt die Gemeinde zu einer „Langen Nacht der Psalmen“ zwischen 20:00 und 23:00 Uhr in die Ulanenkapelle ein.

Bild: Führung auf dem Friedhof stößt auf großes Interesse

Eine Kirche wird an diesem Tag besonders im Mittelpunkt stehen. So feiert die Kirchgemeinde in Borna und die Region das 750. Kirchweihfest der Emmauskirche, die im letzten Jahr auf einer spektakulären Fahrt von Heuersdorf nach Borna auf den Martin-Luther-Platz transportiert wurde. Aus Anlass des Jubiläums feiert die Kirchgemeinde in der benachbarten Stadtkirche St. Marien um 14:00 Uhr einen Festgottesdienst, an dem auch Landesbischof Jochen Bohl sowie der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich teilnehmen werden.
Obwohl der „Tag des Friedhofs“ erst eine Woche später stattfindet, beteiligen sich auch mehrere Dresdner Friedhöfe am Denkmaltag. Auf dem Johannisfriedhof Dresden-Tolkewitz gibt es Führungen. Ebenfalls sind Führungen ab 11:00 Uhr auf dem historischen Eliasfriedhof sowie auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden-Johannstadt vorgesehen.

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