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Aktuelles

Eröffnung des Ökumenischen Domladens in Bautzen

Domladen als eine Brücke zu den Menschen in und um Bautzen

Bild: Blick auf Bautzen von der Spreebrücke

Bild: Die Bischöfe während der Eröffnung
Dompfarrer Burkart Pilz hält das Kreuz, Landesbischof Jochen Bohl und Bischof Joachim Reinelt

Am Abend vor dem Reformationsfest eröffneten Landesbischof Jochen Bohl und Bischof Joachim Reinelt, Bistum Dresden-Meißen, den Ökumenischen Domladen in Bautzen. In Sichtweite vom bereits seit Jahrhunderten von beiden Konfessionen als so genannte Simultankirche genutzten Dom kamen zur Feierstunde in den mit Bücherregalen, Sitzgelegenheiten und sonstigen Auslagen fertig eingerichteten Laden zahlreiche Gäste. Darunter waren der Bautzener Superintendent Reinhard Pappai, ehrenamtliche Mitarbeiter des Ladens, Vertreter der Stadt, Sponsoren sowie evangelische und katholische Gemeindeglieder. Der Vorsitzende des Domladen-Vereins, der evangelische Dompfarrer Burkart Pilz, begrüßte die Gäste und sprach die Hoffnung aus, dass der Laden eine Brücke zu den Menschen in und um Bautzen werde. Für ihn sei die Ökumene kein „Verarmungsprozess, sondern eine Bereicherung“.

Bild: Bischof Bohl (l.) und Bischof Reinelt bringen das Kreuz an
Bischöfe Jochen Bohl und Joachim Reinelt

Mit Blick auf den Dom St. Petri als einen „lebendigen Ort, wo beide Kirchen gemeinsam handeln“, hoffe Landesbischof Jochen Bohl, dass dieser Ort mit Leben erfüllt werde. Der Ökumenische Domladen sei ein Hoffnungszeichen die Einheit zu leben, „zu der wir längst berufen sind“. Für die zukünftige Arbeit in diesem Laden wünschte er Gottes Segen. Beide Bischöfe brachten im Akt der Einweihung gemeinsam ein Metallkreuz, das in der Längsrichtung eine Brücke darstellt, an der Wand an.
„Das Kreuz sei das gemeinsame Zeichen mit einer Null-Trennung“, sagte Bischof Joachim Reinelt. Auch in diesem Sinne sei dieses Kreuz eine Brücke. Vor allem aber sei der Laden für Fragende, Suchende, für Freude- und Glücksuchende, die in den Dom ihre „Zugangsschwierigkeiten“ hätten, sagte Reinelt. Der Laden sei für alle offen, ein Schritt nach vorne und „Kirche mitten in der Stadt“. Den Bautznern sagte Reinelt: „Wählt die Brücke ohne Ängste“.

Bild: Viele Gäste bei der Einweihung

Der Domladen besteht aus zwei Räumen, die der missionarischen Verkündigung in der Stadt Bautzen und der Region im Sinne der City-Pastoral dienen und dazu beitragen, als "Kirche nach draußen zu gehen - hin zu den Menschen", wie es die Veranstalter beabsichtigen. Träger des Ladens ist der Anfang April 2008 von Bautzner Christen gegründete Verein Ökumenischer Domladen Bautzen e.V., der das Ziel hat, ökumenische Begegnungen zwischen den christlichen Gemeinden der Stadt Bautzen und der Region, insbesondere zwischen der Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Petri Bautzen und der Katholischen Dompfarrei St. Petri Bautzen zu fördern. Darüber hinaus soll eine Verbindung zwischen Bürgern und Gästen des Domes und der Stadt geschaffen werden, zwischen Nichtchristen und Christen, hin zum kirchlichen Leben und den Angeboten der Kirchen der Stadt Bautzen und der Region.

Bild: Außensicht hinein mit vollem Haus

Die angemieteten Räume befinden sich in der ehemaligen katholischen Dombuchhandlung, die rund 80 Jahre existierte und Ende Dezember 2007 aufgegeben wurde. Der ökumenische Domladen wird mit angestellten sowie ehrenamtlichen Mitarbeitern betrieben. Neben dem Verkauf von religiöser Literatur, Devotionalien und Andenken sollen über ein Stehcafe sowie eine Internetstation insbesondere junge Leute zu Begegnungen und Gesprächen eingeladen werden.
Zudem sollen verschiedene Beratungsangebote der Diakonie und der Caritas präsent sein. Der Domladen dient als Plattform, um im Zentrum der Stadt kirchliches Leben und Angebote kenntlich zu machen. Ziel des Vereins ist, dass der Laden sich einmal selbst trägt.(30.10.08) 

Ökumenischer Domladen

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