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Einsatz für Demokratie in Sachsen gewürdigt

Sächsischen Förderpreis in der Dresdner Frauenkirche verliehen

Bild: Übergabe Sächsischer Demokratiepreis in der Frauenkirche 2008 (Foto: PR Frauenkirche)
(Zu den Personen: s.u. Bildmaterial Frauenkirche)

DRESDEN - Der Verein „Bunte Platte e. V.“ und das Projekt „Jugendbüro Diversity“ des Treibhaus e. V. wurden am 9. November für ihren Einsatz zur Stärkung der Demokratie und Toleranz sowie die Auseinandersetzung mit Menschenrechten, Ursachen und Folgen von Extremismus, Antisemitismus und Rassismus mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2008 in der Dresdner Frauenkirche ausgezeichnet. Der sächsische Ministerpräsident und Schirmherr des Preises Stanislaw Tillich überreichte den Sonderpreis an die „Aktion Zivilcourage e. V.“ und die „AG Markt der Kulturen“.

„Der Förderpreis für Demokratie bestärkt all jene, die daran arbeiten, dass in unserem Land eine demokratische Kultur wächst, eine Kultur des Mitmachens und des friedlichen Miteinanders. Freiheit und Demokratie sind die Errungenschaften von 1989 und keine Trophäen, die man einmal erobert und sich dann für immer in die Vitrine stellt. Sie bedeuten Arbeit und Auseinandersetzung“, erklärte der sächsische Ministerpräsident während der Preisverleihung.

Bild: Frauenkirche Dresden
Frauenkirche Dresden

Der mit 15.000 Euro dotierte Preis ermöglicht dem Verein „Bunte Platte e. V.“ ihr Projekt in Leipzig Grünau fortzuführen. Ziel ist es, den Jugendlichen Alternativen zu dem im Stadtteil gehäuften Auftreten von rechtsextremem Gedankengut zu bieten. Der Verein möchte die von der Stadt zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten sanieren und mit demokratischem Leben füllen. Der zweite Preisträger, der Verein „Treibhaus e. V.“ aus Döbeln, nutzt das Preisgeld zur Umsetzung des Projekts „Jugendbüro Diversity“. Mit einem vielfältigen Angebot trägt der Verein erheblich zur Verbesserung des gesellschaftlichen Klimas in der Region und zur Zurückdrängung der rechtsextremen Szene bei.

Die Amadeu Antonio Stiftung, die Freudenberg Stiftung, die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und die Stiftung Frauenkirche Dresden honorieren mit dem Sächsischen Förderpreises für Demokratie das Engagement von Initiativen für die Menschenrechte und den Schutz von Minderheiten sowie Projekte, die die Demokratie in ihrer Region stärken oder sich gegen Rassismus, Antisemitismus, Extremismus oder jede andere Form von Gewalt einsetzen.

Bild: Preisverleihung an Diversity (Foto: PR Frauenkirche)
Michael Wedell (Kulturstiftung Dresden und Dresdner Bank) und Sebastian Feydt (Stiftung Frauenkirche Dresden) und Preisträger Projekt "Jugendbüro Diversity" des Treibhaus e.V.

Der Sächsische Förderpreis für Demokratie wurde bereits zum zweiten Mal ausgelobt. 52 Bewerbungen lagen der Jury vor. Elf Projekte aus ganz Sachsen, von Brand-Erbisdorf über Döbeln, Dresden, Leipzig, Pirna bis Torgau, wurden für den Preis nominiert. In der Jury des Sächsischen Förderpreises für Demokratie wirkten 2008 neben den Vertretern der auslobenden Stiftungen Professor Wilhelm Heitmeyer vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Uni Bielefeld, Sebastian Krumbiegel, Sänger der Leipziger Band „Die Prinzen“, und Thomas Reiche, Fernsehchef im Landesfunkhaus Sachsen des MDR, mit.
Die Ausschreibung für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2009 findet im Frühjahr 2009 statt.(Öffi-FK 9.11.08)

Demokratiepreis Sachsen

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